Bradley Fink

Schweizer Fussball-Talent sorgt in Dortmund für Aufsehen

pat

14.4.2020

Bradley Fink geht im Dortmunder Nachwuchs auf Torejagd.
Bild: Getty

Im Sommer 2019 wechselte Bradley Fink, gejagt von halb Europa, vom FC Luzern zu Borussia Dortmund. Der 16-jährige Schweizer gilt als Wunderstürmer, dem eine rosige Zukunft vorausgesagt wird.

Über Youssoufa Moukoko haben wir schon das eine oder andere Mal berichtet. Der 15-Jährige sorgt im Nachwuchs von Dortmund für Furore. Bevor die Meisterschaft unterbrochen wurde, hat er in der U19-Bundesliga in 20 Spielen 34 Tore erzielt und neun weitere aufgelegt. Am 20. November feiert der Deutsche seinen 16. Geburtstag, ab dann dürfte er in der ersten Mannschaft auflaufen.

Gäbe es Moukoko nicht, so hätte wohl Bradley Fink schon einige Schlagzeilen mehr generiert. Am Freitag feiert der Chamer seinen 17. Geburtstag. Auch er ist Stürmer. Auch ihm ist der baldige Sprung in die erste Mannschaft zuzutrauen.

«Keine Extrawürste»

In der U16 des FC Luzern erzielte Fink 40 Tore in 21 Spielen. Um den nächsten Entwicklungsschritt zu machen, wechselte er im vergangenen Sommer zu Dortmund. Er hätte zwei Wochen später in die Saisonvorbereitung einrücken dürfen als seine neuen Teamkollegen, da er in der Schweiz länger im Einsatz stand als die anderen. Darauf hat er verzichtet. Der «Luzerner Zeitung» sagte er damals: «Wir hatten ohnehin schon recht wenig Zeit, um uns aneinander zu gewöhnen, und ich wollte einfach von Anfang an Zeichen setzen, dass ich mir keine Extrawürste rausnehme und im Team voll mitziehe.» Und: «Wenn du besser sein willst als die anderen, musst du mehr machen als die anderen.»

Eine kluge Entscheidung, denn zu Beginn sei er vom Tempo überrascht gewesen, nach ein paar Tagen habe er sich aber daran gewöhnt. Und wie. In der U17 hat der 1.91 grosse Stürmer in 18 Spielen 12 Tore und 8 Assists gebucht. Wie Moukoko leistet der Schweizer Junioren-Nationalspieler mehrere Extra-Schichten pro Woche mit Talent-Manager Otto Addo, dem Bindeglied zwischen dem Nachwuchs und der 1. Mannschaft.

Rosige Zukunft?

Die Chancen bei Dortmund den Durchbruch zu schaffen, scheinen nicht unrealistisch. Zumindest solange wie Lucien Favre Trainer bei den Profis ist. Denn Finks Landsmann ist bekannt dafür, dass er jungen Talenten eine Chance gibt und sie aufs nächste Level hievt.

In der U17-Nati hat Fink im vergangenen Herbst in sieben Spielen sieben Treffer erzielt. Am Freitag feiert Fink seinen 17. Geburtstag. Man kann ihm nur wünschen, dass er bald wieder auf dem Fussballplatz stehen darf, um sich so für höhere Aufgaben zu empfehlen. Vielleicht ja auch für die A-Nati.

Im kommenden Sommer hätte er dann die Chance, Johan Vonlanthen als jüngsten EM-Torschützen (18 Jahre und 141 Tage) der Geschichte abzulösen. Davon ist er allerdings noch Lichtjahre entfernt. Doch wir alle wissen, im Fussball geht es manchmal schnell.

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport