St. Pauli erstattet Anzeige – gegen die Polizei

15.5.2019 - 17:29, pat

So soll es sein: Hier sorgen die Fans von St. Pauli im Stadion für Stimmung.
Bild: Getty

Der Vorfall liegt ein halbes Jahr zurück: Am 4. November 2018 wurden Fans von St. Pauli bei der Zug-Anreise von der Bundespolizei festgehalten. Zu Unrecht, wie der Verein meint.

2:1 siegte St. Pauli in Bielefeld, doch nicht das Resultat sorgte für Schlagzeilen. Höhere Wellen schlug die Aktion der Polizei, die rund 250 Hamburger Fans festhielt, weil angeblich Beamte angegriffen worden seien. Das Team aus der 2. Bundesliga teilt auf seiner Webseite mit: «Auf Grundlage des anwaltlichen Gutachtens, für das über 80 Gedächtnisprotokolle betroffener Fans ausgewertet worden sind, hat der FC St. Pauli Strafanzeige gegen die polizeiliche Einsatzleitung erstattet.»

Begründet wird das Ganze damit, dass die Fans ohne rechtliche Grundlage stundenlang am Bielfelder Bahnhof eingekesselt und am Besuch des Spiels gehindert worden seien. St. Paulis Präsident Oke Göttlich wird wie folgt zitiert: «Für uns liegt hier ein klarer strafrechtlich relevanter Verstoss durch die Einsatzleitung der Polizei vor, die wir so nicht akzeptieren können.»

Um es sportlich auszudrücken: Das Spiel wird wohl erst in der Verlängerung entschieden.

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