Transfer-Coup für Xamax – landet jetzt auch Daniel Sturridge in der Super League?

jar

19.6.2020

Diafra Sakho (rechts) spielt bis zum Saisonende bei Xamax. Auch Daniel Sturridge könnte theoretisch noch für einen neuen Klub auflaufen.
Bilder: Getty

Xamax rüstet sich kurz vor dem Re-Start weiter für den Abstiegskampf. Mit Diafra Sakho kommt ein Spieler mit der Erfahrung von 62 Premier-League-Spielen und 13 Länderspielen für Senegal. Auch weitere interessante Spieler könnten für den Saison-Endspurt noch in die Super League wechseln.

Nach Johan Djourou und Xavier Kouassi verstärkt sich Xamax zum dritten Mal vor dem Re-Start der Super League mit einem vereinslosen Spieler. Mit Diafra Sakho kommt sogar einer von internationalem Format. Der Stürmer stand unter anderem zwischen 2014 und 2018 bei West Ham United unter Vertrag, absolvierte 62 Spiele in der Premier League (18 Tore). Und er kam auch an der WM 2018 zum Einsatz, für Senegal machte der Torjäger bislang 13 Länderspiele.

Anders als Spieler, die «gewöhnlich» transferiert werden – wie etwa Timo Werner, der am 1. Juli von Leipzig zu Chelsea wechselt –, sind vereinslose Spieler oder Profis, die von ihren Klubs aufgrund der Corona-Krise entlassen wurden (wie Djourou und Kouassi) in der laufenden Saison spielberechtigt. 

So darf Xamax also neben Djourou und Kouassi auch Sakho im Saisonendspurt einsetzen, während der FC Sion etwa auf Serey Die verzichten muss. 



Daniel Sturridge ist zu haben

Doch auch Sion hat die Möglichkeit, den Kader für die letzten Spiele noch aufzuwerten. Denn es gibt zahlreiche durchaus namhafte Spieler, die zurzeit vereinslos sind. Der grösste Name dieser Liste ist wohl jener von Max Kruse. Der frühere deutsche Nationalspieler hat seinen Vertrag bei Fenerbahce Istanbul am Donnerstag wegen ausstehender Gehaltszahlungen einseitig gekündigt. Kruse wird bis zum Saisonende aber wohl keinen neuen Verein finden, da er erst gerade eine Blinddarm-Operation hinter sich hat und für die nächsten Wochen ausser Gefecht gesetzt ist.

Ein anderer grosser Spieler, der zurzeit vereinslos ist, ist Daniel Sturridge. Aber Moment, wurde der nicht weltweit wegen Verstössen gegen die Wettregeln gesperrt? Genau so ist es. Deshalb wurde auch sein Vertrag beim türkischen Klub Trabzonspor aufgelöst. Die viermonatige Sperre lief aber am 17. Juni ab, seit Mittwoch ist der 26-fache englische Nationalspieler also wieder spielberechtigt. Ob sich Sion oder ein anderer Super-League-Klub den ehemaligen Liverpool-Stürmer in Zeiten von Corona leisten kann, ist die andere Frage.



Günstiger wäre da beispielsweise Rajiv van La Parra. Er ist der Halbbruder von Liverpools Georginio Wijnaldum, der auch schon in der Premier League und in der Champions League zum Einsatz kam und seit April (zuletzt bei Roter Stern Belgrad aktiv) vereinslos ist. Oder Vagner Love, der zwar schon 36-jährig ist, in seiner Karriere aber stolze 25 Mal für Brasiliens Nationalmannschaft zum Einsatz kam. 

Auch John Mikel Obi steht seit März ohne Verein da. Der 89-fache nigerianische Nationalspieler, der in seiner Karriere fast 400 Spiele für Chelsea absolvierte und mit den «Blues» unter anderem die Premier League und die Champions League gewann, wurde im März wie Sturridge von Trabzonspor freigestellt. Er hatte sich kritisch dazu geäussert, dass der Spielbetrieb in der Türkei im Gegensatz zu vielen anderen Ligen wegen der Corona-Pandemie zunächst nicht unterbrochen wurde. 



Weiterhin zu haben ist auch Seydou Doumbia. Das kurze Abenteuer des Ivorers beim FC Sion war bis zu seiner Entlassung im März zwar nicht von Erfolg gekrönt, doch Doumbia hat in Vergangenheit mehrmals bewiesen, dass er weiss, wo das Tor steht. In den Saisons 2008/09, 2009/10 (für YB) und 2016/17 (für Basel) wurde er Torschützenkönig in der Super League.

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport