Leicester City Warum Vardy einfach ging

lbe

23.10.2018

Jamie Vardy verlässt den Platz im Spiel gegen Arsenal vor Spielschluss, obwohl sein Team schon dreimal gewechselt hat. Leicester-Trainer Claude Puel kennt den Grund dafür.

Es läuft die 88. Minute im Emirates Stadium. Den «Foxes» bleibt nicht mehr viel Zeit, um die fünfte Saisonniederlage abzuwenden und den Zweitore-Rückstand gegen die «Gunners» noch wettzumachen. Dabei liegen die Hoffnungen der Fans vor allem auf Stürmer Jamie Vardy, der in dieser Saison immerhin drei Tore in den ersten acht Partien erzielte. Doch der ehemalige Nationalspieler der «Three Lions» hat offensichtlich andere Absichten.

Obwohl Trainer Claude Puel sein Wechselkontingent bereits nach 75 Minuten ausgeschöpft hat, macht Vardy eindeutige Zeichen in Richtung Seitenlinie, dass er raus muss. Ohne viel Zeit zu verlieren, trabt der 31-Jährige daraufhin vom Feld, an der Spielerbank vorbei und verschwindet in den Katakomben. Auf seine Rückkehr wartet man bis zum Schlusspfiff vergebens. Und so schnell wie der Engländer in die Garderobe verschwindet, kann auch ein verletzungsbedingter Ausfall mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Wenn man muss, dann muss man

Was ist passiert? Trainer Puel wird bei der anschliessenden Pressekonferenz auch zum Auslöser für den ungewöhnlichen Abgang seiner Nummer neun befragt. Und er löst das Rätsel, jedenfalls teilweise: «Ja, es hatte was mit dem Bauch zu tun. Er konnte die Penaltyentscheidung nicht verdauen.» Der 57-jährige Franzose ärgert sich auch nach der Partie über eine strittige Szene im Strafraum der Londoner, bei der es auch Elfmeter für Leicester und die gelb-rote Karte für Holding hätte geben können. 

Als der Dolmetscher das Wortspiel des Franzosen ins Englische übersetzt, bricht im PK-Raum grosse Gelächter aus. Denn dass Vardys Flucht mit der Verdauung zu tun hatte, ist mittlerweile eine einfache Rechnung. Nur ging es dabei wohl nicht darum, einen Schiedsrichterentscheid zu verdauen …

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