Pelé gibt Neymar einen Rat: Weniger Schwalben, mehr Tore

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18.12.2018

Pelé rüffelt Neymar für seine Schwalben, sieht in seinem Landsmann aber einen der besten Spieler der Welt. 
Bild: Keystone

2018 machte Neymar mehr mit Schauspielkünsten als mit Toren auf sich aufmerksam. Fussball-Legende Pelé kritisiert seinen Landsmann deswegen, macht dem PSG-Star aber auch Mut. 

Ein sich auf dem Boden wälzender Neymar: An der WM in Russland war dieses Bild oft zu sehen. Und seither hat sich das Image des brasilianischen Edeltechnikers massiv verschlechtert.

Das weiss auch sein Landsmann Pelé, der Neymar beim französischen TV-Sender «Canal+» rügt: «Ich habe immer gesagt, dass Neymar ein grossartiger Spieler wird. Aber was ist in den letzten Jahren geschehen? Er wollte auf eine andere Weise bekannt werden. Nicht mit Toren oder Dribblings. Er begann, Fouls zu simulieren und das Leben der Schiedsrichter zu erschweren.»

Das wollten die Fans nicht sehen, meint der Weltmeister von 1958, 1962 und 1970. Pelé: «Deshalb wurde sein Ruf negativ. Wir haben oft miteinander darüber geredet. Trotzdem ist er immer noch einer der weltbesten Spieler.»

Pelé hat genug von Neymars Schauspieleinlagen.
Bild: Getty

Pelé will Neymar «erziehen»

Schon vor einigen Tagen hatte sich der 78-Jährige in der brasilianischen Zeitung «Folha de Sao Paulo» negativ über den PSG-Stürmer geäussert: «Irgendwann wurde es schwierig, Neymar für all diese Dinge, die er neben dem Fussball tut, zu verteidigen.»

Aber Pelé will nicht, dass seine Worte von seinem Landsmann als Kritik aufgefasst werden. «Ein Vater kritisiert seinen Sohn nicht, er erzieht ihn», sagt er. «Alle denken, dass ich ihm die Ohren zu oft langziehe, aber ich will ihm nur helfen. Ich wünsche ihm und Brasilien nur das Beste.»

Ein grosses Lob gibt es von Pelé ausgerechnet für Neymars Teamkollegen Kylian Mbappé: «Er kann der neue Pelé werden. Er hat die WM mit 19 Jahren gewonnen, aber ich war erst 17. Ich sagte ihm, dass er mich fast erreicht hätte. Viele denken, ich mache Witze, aber das ist kein Witz. Um mich noch glücklicher zu machen, muss er noch eine WM gewinnen.»

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