Xhaka stinksauer auf Arsenals Klubbosse wegen geplanten Stellenabbaus

dpa/jar

7.8.2020 - 08:48

Granit Xhaka ist wegen des geplanten Stellenabbaus bei Arsenal verärgert.
Bild: Keystone

Arsenal will aufgrund der finanziellen Auswirkungen der Coronakrise 55 Stellen von Staffmitgliedern im Klub streichen – ist aber gleichzeitig drauf und dran, Topspielern neue Megaverträge anzubieten. Das passt Granit Xhaka überhaupt nicht.

Wie die «Daily Mail» berichtet, haben einige Spieler mit Bestürzung auf die Ankündigung des Stellenabbaus reagiert. Granit Xhaka gehörte demnach zu den lautstärksten Kritikern. Schliesslich wollten die Profis genau solche Entlassungen verhindern, indem sie vor wenigen Monaten während des Lockdowns auf Teile ihres Lohnes verzichteten. 

Xhaka und Co. seien «fassungslos» gewesen, als sie an einer Telefonkonferenz mit dem Fussballchef Raul Sanllehi und dem Geschäftsführer Vinai Venkatesham informiert wurden, dass eine bedeutende Anzahl von Klubmitgliedern entlassen werde. Dies kündigte Arsenal am Mittwoch dann auch offiziell an und begründete den geplanten Schritt mit finanziellen Auswirkungen der Coronakrise. Die wichtigsten Einnahmequellen hätten sich «erheblich verringert», hiess es in der Klubmitteilung. Das läge vor allem an Einbussen bei TV-Geldern und fehlenden Zuschauereinnahmen an den Spieltagen. 

Auf Kritik bei den Fans stösst der geplante Stellenabbau vor allem auch, weil der FA-Cup-Sieger trotzdem weiter in neue Spieler investieren will. Und auch alles daran setzt, Topspieler wie Pierre-Emerick Aubameyang zu halten. Der Gabuner soll kurz vor der Unterschrift eines neuen Megavertrags stehen, der ihm Berichten zufolge pro Woche (!) rund 300'000 Franken einbringen soll. Weiter in die Mannschaft zu investieren, habe «eine wesentliche Priorität», hiess es in der Mitteilung.

In sozialen Medien sorgte die geplante Massnahme teils für Empörung. «Wenn die Spieler einen Teil ihres Gehalts an die Mitarbeiter spenden würden, könnten sie das doch sicher abdecken?», schrieb ein Nutzer auf Arsenals Twitter-Account. «Peinlich», kommentierte ein anderer. Granit Xhaka und Co. planen laut der «Daily Mail» ein Gespräch mit der Vereinsführung, um ihre Bedenken zu äussern.

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