F1-Teams wollen Regel-Revolution verschieben

SDA

19.3.2020 - 08:15

Die einschneidenden Reformen im Regelwerk sollen in der Formel 1 erst 2022 greifen.
Source: Keystone

Die Formel-1-Teams drängen wegen der Coronavirus-Pandemie auf die Verschiebung der für 2021 geplanten Regel-Revolution. Neun der zehn Rennställe machen sich für den Aufschub in die Saison 2022 stark.

Einzig die Verantwortlichen Ferrari haben noch um Bedenkzeit gebeten, um die Folgen solch eines Entscheids zu prüfen, heisst es. Für das kommende Jahr sollten sich die Autos in der Rennserie massiv verändern, um für mehr Chancengleichheit und spannendere Rennen zu sorgen.

So sollen die Boliden schwerer und etwas langsamer werden, auch die Aerodynamik wird verändert. Auf diese Weise wollen die Regelhüter der Formel 1 für mehr Überholvorgänge sorgen. Die Entwicklung der neuen Autos müsste bei allen Teams aber schon in diesem Jahr mit Nachdruck vorangetrieben werden. Wegen der enormen Konsequenzen der Coronakrise sehen sich viele Rennställe vor allem wirtschaftlich dazu kaum in der Lage, wenn sie gleichzeitig den aktuellen Betrieb sichern sollen.

Der Wunsch der Teams ist es, das zur Zeit gültige Reglement für ein weiteres Jahr einzufrieren. Chassis, Getriebe und andere zentrale Bauteile sollen auch 2021 unverändert bleiben.

Dagegen soll die lange umstrittene Budgetgrenze von 175 Millionen Dollar pro Saison wie geplant im kommenden Jahr greifen. Damit wäre auch die Sorge kleinerer Rennställe gemildert, dass die Top-Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull schon dieses Jahr ohne Kostenlimit massiv in die Entwicklung der neuen Autos investieren und so im nächsten Jahr wieder einen grossen Vorteil auf der Strecke haben.

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