Ocon gewinnt verrücktes Rennen in Ungarn vor Vettel – Hamilton übernimmt als Dritter die WM-Führung

Redaktion blue

1.8.2021

Esteban Ocon gewinnt den GP von Ungarn.
Esteban Ocon gewinnt den GP von Ungarn.
Bild: Getty Images

Esteban Ocon im Alpine-Renault gewinnt den völlig verrückten Grand Prix von Ungarn in Mogyorod und feiert in seinem 76. Rennen den ersten Triumph.

Redaktion blue

1.8.2021

Der 25-jährige Franzose siegt mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor Sebastian Vettel (Aston Martin) und 2,7 Sekunden vor Lewis Hamilton (Mercedes).

Das Rennen war geprägt von einem von Valtteri Bottas im Mercedes ausgelösten Massencrash in der ersten Kurve, was einen Renn-Abbruch zur Folge hatte. Für den Finnen selber, Sergio Perez (Red Bull-Honda), Lance Stroll (Aston Martin-Mercedes), Charles Leclerc (Ferrari) und Lando Norris (McLaren-Mercedes) war der elfte Saison-GP bereits vorbei.

Zu den Opfern gehörten auch Max Verstappen (Red Bull-Honda), Daniel Ricciardo (McLaren-Mercedes) und Pierre Gasly (AlphaTauri-Honda), deren arg beschädigte Autos bis zum Neustart nur notdürftig repariert werden konnten und nicht mehr hundertprozentig konkurrenzfähig waren.

Hamilton trotz grossem Irrtum wieder WM-Leader

In der WM übernimmt Hamilton wieder die Führung. Er liegt nach dem elften Saisonrennen sechs Zähler vor Verstappen (192:186), der sich mit Rang 10 begnügen musste.

Bemerkenswert die Leistung des siebenfachen Weltmeisters, der sich nach der Aufwärmrunde zum Neustart den Irrtum des Jahres leistete. Hamilton fuhr mit Intermediates-Pneus auf der abgetrockneten Strecke als einziger (!) zum Startplatz, alle anderen bogen in die Boxengasse ab und liessen sich Slick-Reifen montieren. Hamilton holte das Versäumte eine Runde später nach und begann vom letzten Platz aus seine Aufholjagd aufs Podest.

Keine Punkte für Alfa Romeo-Ferrari

Die Fahrer von Alfa Romeo-Sauber können vom Chaos nicht profitieren: Kimi Räikkönen wird Elfter, Antonio Giovinazzi 14. und damit Letzter, nachdem beide eine Zeitstrafe aufgebrummt erhielten. Der Finne wurde mit 10 Sekunden bestraft wegen Behinderung von Nikita Masepin (Haas-Ferrari), der Italiener mit einer Stop-and-Go-Strafe wegen Überschreitung des Tempolimits in der Boxengasse.

In der Teamwertung fiel das Hinwiler Team auf den 9. Rang zurück, weil Nicholas Latifi (8.) und George Russell (9.) die ersten sechs WM-Zähler für Williams holten.


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