Grosjean landet bei Motorsport-Comeback nach Feuer-Unfall im Kiesbett

pat

24.2.2021

Grosjean rettet sich nach Horror-Crash in Bahrain aus seinem brennenden Auto

Grosjean rettet sich nach Horror-Crash in Bahrain aus seinem brennenden Auto

Kurz nach dem Start kracht Romain Grosjean beim GP in Bahrain ungebremst in die Leitplanke, worauf sein Wagen sofort in Flammen aufgeht. Mit viel Glück kann sich der Franzose aus seinem Auto retten und kommt ohne schwerwiegende Verletzungen davon.

29.11.2020

Vor rund drei Monaten besiegelt ein schrecklicher Unfall in Bahrain Romain Grosjeans Karriereende als Formel-1-Pilot. Mit dem Motorsport hat er deswegen nicht gebrochen. Am Dienstag gab er sein Debüt beim Indy-Car-Test – nicht alles verlief nach Plan.

Vor wenigen Tagen spricht Romain Grosjean bei «Gredig direkt» über den schrecklichen Unfall in Bahrain. Die Verbrennungen an den Händen verheilen zwar langsam, doch die Spuren des schlimmen Unfalls sind noch gut sichtbar und werden es wohl auch immer bleiben. In der Talk-Sendung schildert der Schweiz-Franzose, wie er nach zunächst missglückten Versuchen, aus dem brennenden Auto zu entkommen, bereits mit dem Leben abgeschlossen hatte. Seine Aussagen gehen unter die Haut: «Ich war in Frieden mit mir selbst und wirklich bereit, zu sterben. Ich fragte mich sogar, wo ich zuerst brennen würde. An meinen Händen oder den Beinen, wie wird es ablaufen? Und dann dachte ich an meine drei Kinder und sagte mir: Nein, sie sollen nicht ohne ihren Vater leben.»

In derselben Sendung erzählt der 34-Jährige, dass er fleissig Fingerübungen mache, um das Gefühl in der linken Hand zurückzuerlangen. Auch um wieder Rennen zu fahren, denn er habe mit dem Motorsport noch lange nicht abgeschlossen. Seine Familie habe ihm grünes Licht gegeben. Denn sie wüssten, dass er das brauche, um glücklich zu sein.

«Es gibt noch viel zu lernen vor dem ersten Rennen»

Und nun startet der frühere Formel-1-Pilot (179 Rennen, 10 Podestplätze) also in der nordamerikanischen IndyCar-Serie. Der Start verläuft nicht ganz nach Wunsch. Bei seiner ersten Testfahrt im Barber Motorsports Park in Birmingham (Alabama) rutscht er nach einer Stunde in einer Kurve von der Bahn, der Wagen bleibt im Kiesbett stecken und muss anschliessend gereinigt werden.

Kein Vergleich zu seinem Unfall im letzten November. Am Ende des Tages ist Grosjean Zwölfter und damit Letzter, gut eine Sekunde langsamer als der Schnellste. Grosjean erklärt: «Am Vormittag ist mir ein Fehler unterlaufen. Ich drehte mich und blieb im Kiesbett stecken. Es hat eben Konsequenzen, wenn man nicht innerhalb der Track-Limits bleibt.»

Sorgen muss man sich um Grosjean des neuerlichen Unfalls wegen aber definitiv keine machen, wie seinen Tweets zu entnehmen ist. Unter anderem schreibt er: «Habe mich grossartig gefühlt, ohne Angst zu haben. Es gibt noch viel zu lernen vor dem ersten Rennen, aber das ist so, wenn man ein Rookie ist.» Auch hätten ihn nach einigen Runden die Arme zu schmerzen begonnen, «weil ich das Fahren ohne Lenkhilfe nicht mehr gewöhnt war. Du spürst ein solches Rennauto extrem gut. Ich muss mich dem Wagen mehr anpassen». Was seine Hände angeht, ist er ebenfalls zuversichtlich: «Das ging eigentlich ganz gut. Ich habe noch Schmerzen, aber das ist normal. Die Hände sind nach solchen Blessuren eben empfindlich.»

Der nächste IndyCar-Test von Grosjean findet am 1. März in Laguna Seca statt.

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