Kart-WM

Rennfahrer sorgt mit brutaler Aktion für Fassungslosigkeit

pat

5.10.2020

Was hat sich Luca Corberi dabei gedacht? Der 23-jährige Italiener dreht nach seinem Ausfall beim Kart-WM-Lauf im italienischen Lonato komplett durch und gefährdet die Leben mehrerer Konkurrenten.

In den sozialen Medien kursiert ein schockierendes Video vom vergangenen Wochenende, das für blankes Entsetzen und Fassungslosigkeit sorgt. Was ist passiert? Bei einem WM-Rennen kämpft Luca Corberi unter anderen gegen Paolo Ippolito um den 15. Platz, dabei kommt es zum Crash. Corberi scheidet aus, Ippolito kann weiterfahren.

Das ist zwar ärgerlich, gehört aber zum Motorsport dazu. Corberi sieht das offenbar nicht so, anders lässt sich seine total irre Reaktion nicht erklären. Mit dem abgebrochenen Frontspoiler in den Händen wartet er am Streckenrand. Als Ippolito in vollem Tempo vorbeirast, wirft er die Schrott-Teile in Richtung seines Kontrahenten. Der 23-Jährige verfehlt sein Ziel, trifft aber einen anderen Fahrer. Es grenzt an ein Wunder, dass dieser unverletzt weiterfahren kann.

Anschliessend läuft der «Amokläufer» über die Strecke in Richtung eines älteren Mannes, dabei soll es sich um seinen Vater handeln. Die Familie Corberi ist Betreiber der Kartstrecke in Lonato und eigentlich hatte Luca Corberi während der Coronakrise die Entscheidung getroffen, sich als aktiver Fahrer zurückzuziehen und stattdessen im Familienunternehmen anzupacken, wie «motorsport-total» berichtet.

Wer glaubt, dass die Geschichte an dieser Stelle endet, der irrt sich gewaltig. Denn nach dem Rennen schreibt Corberi noch ein weiteres Kapitel, indem er wie von der Tarantel gestochen auf seinen Kontrahenten losgeht. Es kommt zu einer heftigen Schlägerei, nun ist auch der Vater mittendrin statt nur dabei. Mehrere Personen schreiten ein und beenden den Wahnsinn.

Unabhängig davon, ob es eine Vorgeschichte gibt, die den Wutanfall zumindest ansatzweise erklären könnte, dürfte Corberi drastisch bestraft werden. Der holländische Tourenwagenfahrer Tom Coronel fordert beispielsweise eine fünfjährige Sperre, andere fordern gar ein lebenslanges Rennverbot.

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