Olympia-Ticker: Kambundji im Final auf Rang 7 ++ Olympiasieger Guerdat ausgeschieden ++ Biles beim Comeback mit Bronze 

Redaktion blue

3.8.2021

Tag 12 in Tokio. Im Ticker halten wir dich über die Geschehnisse bei den Olympischen Spielen auf dem Laufenden.

Redaktion blue

3.8.2021

Die Schweizer Highlights des Tages

  • Leichtathletik: Mujinga Kambundji sprintet im Final über 200 m in 22,30 auf Rang 7. Ganz zufrieden ist die Bernerin nicht.
  • Beachvolleyball: Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré dürfen in Tokio weiter vom Gewinn einer Medaille träumen. Das Schweizer Beachvolleyball-Duo bezwingt im Viertelfinal die Brasilianerinnen Ana Patricia/Rebecca. Im Halbfinal am Donnerstag treffen sie auf April/Alix aus den USA.
  • Leichtathletik: William Reais schafft über 200 m souverän den Einzug in den Halbfinal, bleibt dort aber erwartungsgemäss chancenlos.
  • Leichtathletik: Jason Joseph qualifiziert sich über 110 m Hürden als Zweiter seiner Vorlauf-Serie in persönlicher Saisonbestzeit von 13,31 souverän für die Halbfinals.
  • Leichtathletik: Jonas Raess verpasst über 5000 m den Final.
  • Rad: Dem Schweizer Bahnvierer gelingt ein nationaler Rekord. Die erhoffte Medaille verpasst das Quartett aber deutlich. Stattdessen fährt es am Mittwoch um Rang 7.
  • Segeln: Die 470er-Frauen Linda Fahrni und Maja Siegenthaler haben als Sechste des Klassements das Medal Race vom Mittwoch erreicht. Die Hoffnung auf eine Medaille ist allerdings klein. Der Rückstand auf den 3. Platz beträgt 16 Punkte.
  • Reiten: Die Qualifikation der Springreiter verläuft aus Schweizer Sicht nicht wunschgemäss. Olympiasieger Steve Guerdat ist nach einem Abwurf ausgeschieden, Martin Fuchs und Beat Mändli stehen im Final.
Jason Joseph: «Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an die Olympischen Spiele denke»

Jason Joseph: «Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an die Olympischen Spiele denke»

Dabei sein ist alles – diese Worte gelten nicht für Jason Joseph. Der 22-jährige Hürdensprinter will bei seiner ersten Olympiateilnahme ins Finale.

20.07.2021

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  • Traumfinal im Fussball perfekt: Spanien trifft in Tokio auf Brasilien

    Das Fussball-Turnier hat seinen Traumfinal: Am Samstag spielen Brasilien und Spanien in Yokohama um Gold. In den Halbfinals setzten sich die beiden Top-Favoriten jedoch nur mit Mühe durch. Hier geht's zum Artikel.

  • Springreiten: Olympiasieger Guerdat ausgeschieden, Fuchs und Mändli im Final der besten 30

    Den Schweizer Springreitern gelingt der Start ins olympische Championat nicht nach Wunsch. Während Martin Fuchs in der Qualifikation fehlerfrei bleibt und auch Beat Mändli nach einer Zitterpartie weiter ist, verpasst Steve Guerdat den Final der besten 30 Einzelreiter. Guerdat, Olympiasieger von London 2012, verzeichnete auf Venard de Cerisy einen Abwurf an der Triplebarre, einem Hochweitsprung, und schied aus, was für den Weltranglisten-Dritten eine herbe Enttäuschung ist. Mehr dazu hier.

    Nicht im Final: Der Olympiasieger von London Steve Guerdat und Venard de Cerisy.
    Bild: KEYSTONE
  • Leichtathletik Stabhochsprung (m): Duplantis wird Favoritenrolle gerecht und scheitert knapp am Weltrekord

    Armand Duplantis wird souverän Olympiasieger im Stabhochsprung und somit seiner Favoritenrolle gerecht. Der 21-jährige Schwede verwies mit einer Höhe von 6,02 m Christopher Nilsen (USA 5,97) und Titelverteidiger Thiago Braz aus Brasilien (5,87) auf die weiteren Medaillenplätze. Zum Ende der Veranstaltung griff Duplantis den Weltrekord an, scheiterte an 6,19 jedoch zweimal hauchdünn. Mehr dazu hier.

  • Leichtathletik 200 m (f): Kambundji auf Rang 7

    Mujinga Kambundji sprintet beim Final über 200 m in 22,30 auf Rang 7. Nach vielversprechendem Start verliert die Bernerin auf den letzten 30 Metern an Terrain und fällt noch zwei Ränge zurück. «Es war nicht der perfekte Lauf. Die Kurve war nicht so gut wie auch schon und am Schluss wurden die Beine schwer», sagt Kambundji in einer ersten Stellungnahme gegenüber SRF.

    Gold holt sich Elaine Thompson Herah aus Jamaika, der somit nach ihrem Triumph über 100 m das Double gelingt. Diese Kunststück gelang Thompson Herah bereits 2016 in Rio. Silber geht an Christine Mboma aus Namibia, Bronze an Gabrielle Thomas aus den USA. Mehr dazu hier.

  • Leichtathletik Hammer (f): Anita Wlodarczyk schreibt Olympia-Geschichte

    Die polnische Hammerwerferin Anita Wlodarczyk hat als erste Leichtathletin ihr drittes Einzel-Gold in der gleichen Disziplin gewonnen. Die Weltrekordlerin setzte sich mit 78,48 m vor der Chinesin Wang Zheng (77,03) und ihrer Landsfrau Malwina Kopron (75,49) durch. Die 35-Jährige hatte zuvor auch 2012 in London und 2016 in Rio gewonnen. Zudem war sie je viermal Welt- und Europameisterin.

  • Leichtathletik 800 m (f): Athing Mu holt sich Gold

    Die erst 19-jährige US-Amerikanerin Athing Mu holt sich über 800 m die Goldmedaille. In starken 1:45,21 siegte sie deutlich vor der gleichaltrigen Britin Keely Hodgkinson und ihrer Landsfrau Raevyn Rogers.

  • Leichtathletik 200 m (m): Reais in den Halbfinals ausgeschieden, Lyles zittert sich weiter

    William Reais bleibt im Kampf um einen Final-Platz über 200 m erwartungsgemäss chancenlos. Der U23-Europameister aus Chur wird in seiner topbesetzten Halbfinal-Serie in 20,44 Fünfter und bleibt zwei Zehntel über seiner persönlichen Bestzeit. «Ich wollte neue Bestzeit laufen, es hat aber leider nicht ganz gereicht», sagte der 22-Jährige.

    Eine beinahe kapitale Nachlässigkeit leistete sich Gold-Anwärter Noah Lyles. In Führung liegend nahm der 24-jährige Amerikaner frühzeitig Tempo raus, fiel hinter die zeitgleichen Aaron Brown aus Kanada und Joseph Fahnbulleh (Liberia) auf den 3. Platz zurück und schaffte den Finaleinzug schliesslich in 19,99 erst als Lucky Loser.

  • Nach Absage von Schweigeminute für Hiroshima erntet IOC-Präsident Bach viel Kritik

    Dem 76. Jahrestag des Atombomben-Abwurfs über Hiroshima wird an den Olympischen Spielen nicht mit einer Schweigeminute gedacht. IOC-Präsident Thomas Bach erteilte der offiziellen Bitte Hiroshimas eine Absage und erntet Kritik.

    Bach hat Hiroshimas Bürgermeister den Entscheid des IOC zum Verzicht auf eine Gedenkminute per Brief mitgeteilt. Der IOC-Präsident hatte der Stadt im Vorfeld der Sommerspiele einen Besuch abgestattet und im Friedenspark einen Kranz niedergelegt sowie für die Opfer des Atombombenabwurfs 1945 eine Schweigeminute gehalten.

    Der Bitte, am Freitag um 08.15 Uhr - also dem Zeitpunkt des Bombenabwurfs - eine Schweigeminute abzuhalten, kam Bach jetzt zum Frust der Menschen in Hiroshima nicht nach. Viele fühlten sich vom obersten Funktionär «betrogen», schrieb die japanische Zeitung «Asahi Shimbun», die auch Sponsor der Spiele ist. IOC-Sprecher Mark Adams sagte, dass in einem Segment der Abschlussfeier am Sonntag den Opfern von Tragödien wie in Hiroshima gedacht werde.

  • Fussball (m): Brasilien nach Penalty-Krimi im Final gegen Spanien

    Brasilien hat fünf Jahre nach dem Triumph in Rio de Janeiro dank Penaltyheld Santos im Tor wieder das Finale des olympischen Fussball-Turniers erreicht. Die Mannschaft um den 38 Jahre alten Kapitän Dani Alves gewann am Dienstag in Kashima gegen Mexiko mit 4:1 im Penaltyschiessen. In 120 Minuten fiel kein Tor. Im Final treffen die Brasilianer auf Spanien, das sich gegen Gastgeber Japan mit 1:0 nach Verlängerung durchsetzte. Marco Asensio von Real Madrid sorgte mit einem feinen Schlenzer für den Sieg (115. Minute).

  • Leichtathletik 5000 m (m): Jonas Raess verpasst den Final

    Jonas Raess zeigt in seinem Halbfinal eine ansprechende Leistung und läuft mit einer Zeit von 13:43,52 auf den 11. Rang. Obwohl er damit nur fünf Sekunden langsamer ist als Vorlauf-Sieger Nicholas Kimeli aus Kenia, verpasst er den Final.

  • Leichtathletik 110 m Hürden (m): Joseph läuft mit starker Darbietung in die Halbfinals

    Jason Joseph lässt in seinem Vorlauf über 110 m Hürden nichts anbrennen. Der Basler wird hinter dem Jamaikaner Ronald Levy in persönlicher Saisonbestzeit von 13,31 Zweiter und qualifiziert sich auf direktem Weg für die Halbfinals. Zu seinem vor einem Jahr aufgestellten Schweizer Rekord fehlen im nur 2 Hundertstel. Er schlägt dabei höher eingestufte Läufer wie den Briten Andrew Pozzi oder den Belgier Michael Obasuyi.  Hallen-Europameister Wilhem Belocian aus Frankreich wird zudem in Josephs Serie disqualifiziert. Mehr dazu hier.

  • Turnen Schwebebalken (f): Biles hinter Chinesinnen mit Bronze

    Trotz ihren mentalen Problemen ist Superstar Simone Biles wie von ihr angekündigt auf die Turnbühne zurückgekehrt. Die US-Amerikanerin zeigte im Schwebebalken-Final unter dem auf ihr lastenden, riesigen Druck eine starke Übung, verzichtete aber bei ihrem Abgangssprung auf die Schraube als zusätzliches Element, beschränkte sich auf den Doppelsalto gebückt.

    Die Erleichterung war ihr nach dem geglückten Auftritt anzusehen. Für Gold reichte ihre mit 14,000 bewertete Darbietung indes nicht, dieses holte sich die Chinesin Chenchen Guan (14,633) vor ihrer Landsfrau Xijing Tang (14,233). Trotzdem dürfte diese Bronzemedaille für die 24-jährige vierfache Olympiasiegerin von Rio 2016 nach den schwierigen letzten Tagen einen ganz besonderen Stellenwert haben. Mehr dazu hier.

  • Rad Bahn (m): Däne fährt Briten über den Haufen

    In einem hochklassigen Halbfinal in der Teamverfolgung auf der Bahn kann Grossbritannien lange mit den starken Dänen, die sich auf Weltrekord-Kurs befinden, mithalten. Kurz vor Schluss aber bricht ein Brite ein und wird von seinen Teamkollegen abgehängt, bevor er sogar von seinen Gegnern eingeholt wird. Weil der Blick des vordersten Dänen, Frederik Madsen, allerdings nur der Bahn gilt, kommt es dabei zum Crash. Sowohl der Brite als auch der Däne können einen Sturz nicht mehr vermeiden, womit kein Team das Rennen beendet. Wie es nun weitergeht, muss die Jury zuerst beraten.

    Dem Schweizer Bahn-Vierer glückt im Vergleich zur Qualifikation eine markante Steigerung. In 3:49,111 Minuten stellt das Quartett gar einen neuen Schweizer Rekord auf. Dennoch reicht die starke Zeit in der Endabrechnung nicht für eine absolute Spitzenposition, die Schweiz fährt bloss um den 7. oder 8. Schlussrang. Mehr dazu hier.

  • Segeln (f): Fahrni/Siegenthaler qualifizieren sich für Medal Race

    Mit einem tollen 5. Platz schlossen die 470-Frauen Linda Fahrni und Maja Siegenthaler ihre Serie ab und qualifizierten sich problemlos für das Medal Race der besten Zehn. Vor dem Medal Race am Mittwoch liegen Fahrni/Siegenthaler auf dem 6. Zwischenrang mit 11 Punkten Reserve bezüglich eines olympischen Diploms. Der Abstand auf die Bronze-Medaille beträgt allerdings auch bereits 16 Punkte. Mehr dazu hier.

  • Handball (m): Spanien bodigt Schweden im Knüller

    Spanien besiegt in den Handball-Viertelfinals nach einer Aufholjagd Vizeweltmeister Schweden mit 34:33. Der Europameister lag in der zweiten Halbzeit schon mit 25:29 zurück, ehe er das Spiel noch drehte. Spaniens Gegner im Halbfinal ist Topfavorit Dänemark nach einem 31:25 gegen Norwegen. Im Halbfinal steht auch Frankreich nach einem klaren 42:28-Sieg gegen Bahrain. Der Rekordweltmeister trifft auf Ägypten, das Deutschland eine 31:25-Klatsche verabreichte.

  • Kugelstossen (m): Georgier Abramjan wegen Doping ausgeschlossen

    Der georgische Kugelstösser Benik Abramjan hat bei den Olympischen Spielen in Tokio einen positiven Dopingtest abgeliefert. Nach Angaben der Testagentur ergab die A-Probe bei dem 36-Jährigen ein positives Ergebnis auf Steroide. Abramjan wurde vorläufig vom Wettkampf ausgeschlossen und verpasst damit die Kugelstosswettbewerbe.

  • Basketball (m): USA werfen Weltmeister Spanien raus

    Die US-Basketballer haben einen wichtigen Schritt zum vierten Olympiasieg nacheinander gemacht. Der Gold-Favorit um NBA-Superstar Kevin Durant setzt sich im Viertelfinale gegen Weltmeister Spanien klar mit 95:81 (43:43) durch und steht im Halbfinale. Mehr dazu hier.

  • Leichtathletik 400 m Hürden (m): Warholm mit Weltrekord zu Gold

    Karsten Warholm sorgt an den Olympischen Spielen für das Leichtathletik-Glanzlicht. Der 25-jährige Norweger pulverisiert bei seinem Sieg über 400 m Hürden in 45,94 s den Weltrekord um 76 Hundertstel.

    Warholm blieb als erster Mensch über die Bahnrunde mit Hürden unter 46 Sekunden – eine Marke, die vor kurzem noch fast unerreichbar schien. Silber ging an den Amerikaner Rai Benjamin, der in 46,17 Sekunden ebenfalls klar unter dem alten Weltrekord blieb, Bronze sicherte sich der Brasilianer Alison dos Santos (46,72). Mehr dazu hier.

  • Leichtathletik Weitsprung (f): Mihambo springt mit letztem Versuch zu Gold

    Die Deutsche Malaika Mihambo ist Olympiasiegerin im Weitsprung. Die 27-jährige Weltmeisterin von 2019 in Doha sprang in ihrem letzten Versuch auf 7,00 m und setzte sich damit an die Spitze. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Vierte von 2016 in Rio Dritte. Silber ging in diesem hochspannenden Wettkampf mit 6,97 an Brittney Reese aus den USA, vor der weitengleichen Nigerianerin Ese Brume.

  • Leichtathletik 200 m (m): Reais übersteht die Vorläufe

    William Reais steht bei seiner Olympia-Premiere in Tokio über 200 m im Halbfinal. Der 22-jährige U23-Europameister aus Chur qualifiziert sich als Dritter seines Laufs über die Zeit.

    In 20,51 s blieb Reais zwar über seiner persönlichen Bestleistung (20,24) und über seiner Saisonbestleistung von der U23-EM (20,47), dennoch reichte es ihm im Quervergleich mit den Dritten der sechs anderen Läufe deutlich zum Vorstoss unter die besten 16. Der Halbfinal findet heute um 13.50 Uhr statt.

  • Polen wirft Belarus kriminellen Entführungsversuch vor

    Im Fall der belarussischen Olympia-Teilnehmerin Kristina Timanowskaja hat der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki Konsequenzen für die Führung in Minsk gefordert. Er sprach von einem kriminellen Versuch, eine Sportlerin zu entführen, die kritisch gegenüber dem belarussischen Regime eingestellt sei.

    Die Aggression der belarussischen Sicherheitsdienste auf japanischem Gebiet müsse auf entschiedenen Widerspruch der internationalen Gemeinschaft stossen", forderte der Regierungschef am Montagabend in einem Facebook-Beitrag. Morawiecki mahnte an, dass die Olympischen Spiele ein Symbol des Friedens und des Fairplays sein sollten.

    Die Sprinterin aus Belarus (Weissrussland) war laut der Opposition ihres Landes einer drohenden Entführung aus dem Olympia-Austragungsland entkommen. Sie erhielt inzwischen auf der polnischen Botschaft in Tokio ein humanitäres Visum. Man sei bereit, ihr die Möglichkeit zu geben, ihre sportliche Karriere fortzusetzen, betonte Morawiecki. Es wird erwartet, dass die 24-Jährige bereits Mitte der Woche in Warschau eintrifft.

  • Beachvolleyball (f): Heidrich/ Vergé-Dépré spielen um die Medaillen

    Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré dürfen weiter vom Gewinn einer Medaille träumen. Das Schweizer Beachvolleyball-Duo steht nach ganz starker Leistung in der Tokioter Hitze im Olympia-Halbfinal. Heidrich/Vergé-Dépré bezwingen im Viertelfinal des olympischen Turniers die Brasilianerinnen Ana Patricia/Rebecca in 65 Minuten mit 21:19, 18:21, 15:12.  Zum Matchbericht.



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