Olympia-Ticker: Brasilien gewinnt Gold im Fussball +++ Schweizer Springreiter verpassen die Medaillen +++ Diplom für Froidevaux/Schir im Madison

Redaktion blue

6.8.2021

Zweitletzter Tag in Tokio. Im Ticker halten wir dich über die Geschehnisse bei den Olympischen Spielen auf dem Laufenden.

Redaktion blue

6.8.2021

Die Schweizer Highlights des Tages

  • Reiten: Im Team-Final der Springreiter verpasst das Schweizer Trio um Martin Fuchs, Steve Guerdat und Bryan Balsiger die Medaillen.
  • Karate: Elena Quirici verpasst mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage die Medaillen.
  • Rad Bahn: Bei ihrem letzten Einsatz an den Olympischen Spielen in Tokio gewinnen Robin Froidevaux und Théry Schir ein drittes Diplom.
  • Golf: Zum Abschluss des Golf-Wettkampfs der Frauen verpasst die Genferin Albane Valenzuela das olympische Diplom um drei Schläge.
  • Leichtathletik: Fabienne Schlumpf überzeugt beim olympischen Marathon in Sapporo mit dem starken zwölften Rang. Martina Strähl erreicht das Ziel im 51. Rang.

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  • Brasilien – Spanien 2:1

    Brasilien gewinnt den Fussball-Final in Tokio verdient mit 2:1 gegen Spanien und verteidigt den Olympia-Titel von 2016 somit erfolgreich. Das entscheidende Tor schoss Malcom in der zweiten Halbzeit der Verlängerung.

    Tore: Matheus Cunha, 1:0 (47'), Mikel Oyarzabal 1:1 (61'), Malcom 2:1 (109').

  • Leichtathletik-Entscheidungen am Samstag

    1500 m, Männer: Jakob Ingebrigtsen gewinnt als erster Europäer seit dem Spanier Fermin Cacho in Barcelona 1992 über die 1500 m. Der 20-jährige Norweger setzte sich dank beeindruckendem Schlussspurt in 3:28,32 vor dem kenianischen Weltmeister Timothy Cheruiyot durch. Der Brite Josh Kerr holte sich überraschend Bronze.

    Speer, Männer: Neeraj Chopra wirft sich mit 87,58 m zum ersten Leichtathletik-Olympiasieger aus Indien. Der 23-Jährige setzte sich vor dem tschechischen Duo Jakub Vadlejch (86,67 m) und Vitezslav Vesely (85,44 m) durch.

    Marathon, Frauen: Für die Geschichte des Tages sorgte im Marathon eine Amerikanerin. Molly Seidel reichte es in Sapporo hinter den Kenianerinnen Peres Jepchirchir und der viermaligen Weltmeisterin Brigid Kosgei zu Olympia-Bronze. Die 27-jährige Amateur-Athletin arbeitet eigentlich als Babysitterin und Barista und löste das Olympia-Ticket als Zweite der US-Trials.

    «Für gewöhnlich stehe ich auf, absolviere mein Training, komme zurück, arbeite ein paar Stunden im Kaffee oder gehe Babysitten, bevor ich später rennen gehe», sagte sie vor den Olympischen Spielen. Erst aufgrund einer Hüft-Verletzung 2018 wechselte Seidel von kürzeren Distanzen zum Marathon.

  • Schweizer Springreiter ohne Medaille

    Die Schweizer Springreiter verpassen die angestrebte Olympia-Medaille auch mit dem Team. Martin Fuchs, Bryan Balsiger und Steve Guerdat klassieren sich im Final im 5. Rang. Gold geht an Schweden.

    Wie schon in der Einzel-Konkurrenz enttäuschten die Schweizer auch mit der Mannschaft. Nach dem souveränen Final-Einzug am Vortag brachte das Schweizer Trio in der Entscheidung nicht mehr dieselben Leistungen. Mit ihren total 28 Strafpunkten hatte die Equipe keine Chance im Kampf um die Medaillenvergabe. Damit gehen die Springreiter in Tokio wie bereits vor fünf Jahren in Rio de Janeiro leer aus. Hier geht's zum Artikel.

  • Nach Drama um «Saint Boy»: Deutsche Fünfkampf-Trainerin von Olympia ausgeschlossen

    Die deutsche Fünfkampf-Nationaltrainerin Kim Raisner wird wegen ihres Verhaltens beim Olympia-Drama um Annika Schleu von den Sommerspielen in Tokio ausgeschlossen.

    Die Trainerin habe das ihrer Athletin Schleu zugeloste Pferd, das im Parcours verweigerte, anscheinend mit der Faust geschlagen, begründete der Weltverband seinen Beschluss. Hier geht's zum vollständigen Artikel.

  • Keine Medaille für Elena Quirici

    Elena Quirici verpasst die erhoffte erste olympische Medaille einer Schweizer Karateka. Die 27-jährige Aargauerin scheidet in Tokio in der Vorrunde der Gewichtsklasse über 61 kg aus.

    Um die Halbfinals und damit eine sichere Medaille zu erreichen, hätte Quirici einen der ersten beiden Plätze in ihrer Fünfergruppe belegen müssen. Mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage wurde sie aber knapp nur Dritte.

    Elena Quirici erhält zum Schluss keine fremde Hilfe und muss die Entscheidung um die Medaillen von der Tribüne aus beobachten.
    Bild: KEYSTONE
  • Diplom für Froidevaux/Schir im Madison

    Bei ihrem letzten Einsatz an den Olympischen Spielen in Tokio gewinnen die Schweizer Bahnfahrer ein drittes Diplom. Robin Froidevaux und Théry Schir belegen im Madison den 7. Rang.

    Die beiden Waadtländer erreichten bei der Wiederaufnahme ins olympische Programm des Zweier-Mannschaftszeitfahrens, von den Sechstagerennen her auch bekannt als «Américaine», damit ihr erklärtes Ziel. Für Schir war es nach seinem 7. Rang im Omnium und Platz 8 mit dem Bahnvierer (unter anderen mit Froidevaux) bereits die dritte Top-8-Platzierung in Tokio. Olympiasieger wurden die Dänen Lasse Norman Hansen/Michael Mörköv.

  • Erfolgreichste Schweizer Sommer-Delegation seit 69 Jahren

    Eine zweistellige Zahl an Medaillen an Sommerspielen schaffte die Schweiz letztmals 1952, als es 14 Podestplätze gegeben hatte. Die vielen Medaillen kommen allerdings aufgrund von optimierten Rahmenbedingungen für die Athletinnen und Athleten nicht von ungefähr. Einerseits wurde unter anderem im Bereich der Vereinbarkeit von Sport und Schule respektive Studium/Beruf Fortschritte erzielt. Zudem erfuhr die Spitzensportförderung der Armee einen massiven Ausbau.

    Jürg Stahl, der Präsident von Swiss Olympic, ordnet den Erfolg ein.

    Jürg Stahl, der Präsident von Swiss Olympic, ordnet die Schweizer Erfolge ein.
    Bild: KEYSTONE
  • 276 Schläge für Valenzuela – drei Schläge zu viel

    In dem von der amerikanischen Weltranglisten-Ersten Nelly Korda gewonnenen olympischen Golfturnier der Frauen verpasst die Genferin Albane Valenzuela als 18. den möglichen Diplomrang um drei Schläge.

    Die 276 Schläge (8 unter Par) sind ein schönes Ergebnis. Aber für die 23-jährige Valenzuela, die als Profi im grossen amerikanischen Circuit, der LPGA Tour, spielt, wäre mehr möglich gewesen. In der Schlussrunde auf dem Par-71-Kurs ausserhalb Tokios glückten ihr im letzten Umgang sieben Birdies. Aber bei den Versuchen, sich im Klassement unter die ersten zehn zu verbessern, bremste sich Valenzuela jedes Mal durch Schlagverluste selber.

  • US-Basketballer feiern vierten Olympiasieg in Folge

    Team USA hält den Erwartungen stand und gewinnt zum vierten Mal in Folge Gold. Im Final gegen Frankreich gelingt den US-Basketballern mit 87:82 die Revanche für die Vorrunden-Niederlage.

    Die letzten Resultate hatten in Frankreich im Vorfeld des Olympia-Finals die Hoffnungen genährt. Zwei Mal wurde der stetige Titelfavorit an Grossanlässen zuletzt in Schach gehalten: 2019 an den Weltmeisterschaften eliminierte die Equipe Tricolore die USA in den Viertelfinals, vor zwei Wochen vermieste sie den NBA-Superstars den Auftakt ins olympische Turnier. Im grösstmöglichen aller internationalen Basketball-Spiele, dem Olympia-Final, blieb Frankreich gegen die USA aber zum dritten Mal ohne Chance. Mehr dazu findest du hier.

    Die US-Amerikaner feiern den vierten Olympiasieg in Folge.
    Bild: KEYSTONE
  • Je ein Sieg und eine Niederlage für Elena Quirici

    Die Schweizer Karateka Elena Quirici startet mit einem Sieg und einer Niederlage in die Vorrunde.

    Nach dem siegreichen Auftakt in der Gewichtsklasse über 61 kg gegen die Algerierin Lamya Matoub, die WM-Bronzemedaillengewinnerin von 2018 in Madrid, musste sich die 27-jährige Aargauerin in ihrem zweiten dreiminütigen Kampf der Weltranglistenzweiten Feryal Abdelaziz aus Ägypten knapp geschlagen geben.

    Um die Halbfinals und damit eine sichere Medaille zu erreichen, muss Quirici in der Fünfergruppe einen der ersten beiden Plätze belegen. Als nächste Gegnerinnen warten die Iranerin Hamideh Abbasali und die Chinesin Li Gong.

    Quirici kämpft in Tokio weiterhin um die Medaillen.
    Bild: KEYSTONE
  • Starker Auftritt der Schweizer Marathon-Rekordhalterin

    Im Marathon der Frauen, der wegen der Hitze in Sapporo und nicht in Tokio stattfindet und schon um sechs Uhr in der Früh gestartet wird, überzeugt Fabienne Schlumpf mit Platz 12.

    Die Zürcher Oberländerin lief ein sehr starkes Rennen. Die 30-jährige ehemalige Steeple-Läuferin (EM-Zweite von 2018) teilte die Kräfte vorzüglich ein, hielt ihre Pace und kam nach 2:31:36 Stunden als Zwölfte ins Ziel. Der Rückstand auf den Diplomrang (8.) betrug am Ende rund anderthalb Minuten. Hier geht's zum vollständigen Bericht.

  • Mol/Sörum eine Klasse für sich

    Die Norweger Anders Mol/Christian Sörum holen Gold im olympischen Beachvolleyball-Turnier. Die topgesetzten dreimaligen Europameister besiegten im Final die russischen Weltmeister Wjatscheslaw Krassilnikow/Oleg Stojanowski 21:17, 21:18.

    Bronze ging an Cherif Younousse/Ahmed Tijan aus Katar, die das lettische Duo Martins Plavins/Edgars Tocs ebenfalls in zwei Sätzen bezwangen. Für alle drei Nationen sind es die jeweils ersten Olympia-Medaillen im Beachvolleyball. Brasilien ging hingegen erstmals in der 25-jährigen olympischen Geschichte der Sportart gänzlich leer aus.

    Die Schweizer Teams beendeten das Turnier in den Rängen 3 (Joana Heidrich/Anouk Vergé-Dépré), 9 (Tanja Hüberli/Nicole Betschart) und 17 (Adrian Heidrich/Mirco Gerson).

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