Nächste Pleite für Hockey-Nati Reto Berra: «Uns fehlte die Disziplin»

sda

12.2.2022 - 19:26

Der Schweizer Goalie Reto Berra wurde gegen Dänemark zu oft in Stich gelassen.
Der Schweizer Goalie Reto Berra wurde gegen Dänemark zu oft in Stich gelassen.
Bild: Keystone

Sowohl Trainer Patrick Fischer als auch Goalie Reto Berra sehen in den vielen Strafen einen Grund für die 3:5-Niederlage gegen Dänemark.

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12.2.2022 - 19:26

«Uns fehlte die Disziplin, wir sassen zu oft auf der Strafbank, vor allem im zweiten Drittel», bilanzierte Berra. Konkret kassierten die Schweizer im Mittelabschnitt, der 0:3 verloren ging, vier Zweiminuten-Strafen (total 7), zweimal sass der nach einer Corona-Erkrankung erstmals zur Verfügung stehende Denis Malgin draussen.

«Dadurch verloren wir den Rhythmus. Die Stockfouls müssen wir unbedingt abstellen», sagte Fischer. Als die Schweizer nach dem 2:4 von Romain Loeffel (45.) endlich Fahrt aufnahmen, waren in der 53. Minute zu viele Spieler auf dem Eis. Acht Sekunden später musste auch Simon Moser raus. So etwas darf in dieser wichtigen Phase schlichtweg nicht passieren.

Zudem offenbarten die Schweizer in der Defensive, die in den ersten beiden Spielen gegen die russische Auswahl (0:1) und Tschechien (1:2 n.P.) gut funktioniert hatte, einige Schwächen. «Vor dem dritten und vierten Gegentor unterliefen uns in der Verteidigungszone einfache Fehler, die im dritten Spiel nicht mehr passieren dürfen», bemängelte Fischer. «Wir nahmen uns viel vor. Als wir dann nach einem guten Start plötzlich 1:3 hinten lagen, gegen eine Mannschaft, die wir eigentlich bezwingen müssten, führte dies zu Unsicherheiten. Gefallen hat mir, dass wir nicht aufgesteckt haben.»

Berra antwortete auf die Frage, ob sie Dänemark unterschätzt hätten: «Überhaupt nicht. Ich weiss nicht, was passiert ist, wir wollten den Sieg zu sehr. Wir liessen viele wirklich gute Chancen zu. Nun gilt es, aus dieser Niederlage zu lernen und als Team zu wachsen.»

Das ist auch nötig, denn nun ist die Schonfrist vorbei, kommt «die Woche der Wahrheit», wie sich Fischer ausdrückte. Dass die Schweizer den Achtelfinal bestreiten müssen, ist für ihn zwar «kein Nachteil», allerdings ist die Mannschaft als Letzter der Gruppe B nicht in der Position, vom Einzug in den Viertelfinal ausgehen zu können. Wer im Achtelfinal der Gegner ist, entscheidet sich am Sonntag.

sda