Lara Gut-Behrami lässt sich nun doch impfen

lbe

4.11.2021

Lara Gut-Behrami
Lara Gut-Behrami soll sich nun doch impfen lassen.
Bild: Keystone

Nach dem Saisonstart in Sölden häufen sich die Spekulationen um den Impfstatus von Lara Gut-Behrami, obwohl sie öffentlich nicht darüber sprechen will. Mittlerweile soll bei der Tessinerin ein Umdenken stattgefunden haben.

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4.11.2021

Als eine der wenigen hält Lara Gut-Behrami beim Saisonstart in Österreich die Maskenpflicht pausenlos ein und heizt damit Mutmassungen an, wonach das Schweizer Ski-Aushängeschild nicht geimpft sein soll. Bereits bei der Kleiderabgabe in Dübendorf Ende September fällt auf, dass sich Gut-Behrami die Maske trotz geltender 3G-Regeln nie abzieht. Gleiches Bild präsentiert sich bei der Journalistenrunde vor knapp zwei Wochen in Sölden, als Gut-Behrami als einzige Athletin ihr Gesicht versteckt.

Angeblich will sich Gut-Behrami lange gar nicht impfen lassen, nachdem Ehemann Valon im letzten Jahr gleich zweimal positiv auf das Coronavirus getestet wird. Die Skepsis gegenüber der Impfung überwiegt, die 30-Jährige soll sich gemäss dem «Blick» vor Nebenwirkungen und Langzeitfolgen fürchten. So sehr, dass Gut-Behrami vorübergehend sogar dazu bereit gewesen sei, auf drei Rennen in Lake Louise Anfang Dezember zu verzichten – und damit auf mögliche wichtige Weltcuppunkte.

Zu spät für den Riesenslalom?

Weil aber durchsickert, dass an den Olympischen Spielen in Peking wohl gleiche Regeln wie in Kanada gelten und auch die USA entsprechende Einreisebestimmungen hat, findet bei Gut-Behrami offenbar ein Umdenken statt. Zu viel würde die Tessinerin ansonsten verpassen. Wie der «Blick» schreibt, hat Gut-Behrami die erste Impfung mittlerweile hinter sich.

Für den Riesenslalom in Killington am 27. November kommt diese aber womöglich zu spät. Denn folgt Gut-Behramis zweite Impfung erst nach dem anstehenden Parallel-Wettbewerb in Lech (13./14. November), wovon auszugehen ist, dürfte der Tessinerin die Einreise in die USA verwehrt bleiben. Dafür braucht es nämlich eine doppelte Impfung – wobei der letzte Picks mindestens zwei Wochen alt sein muss.



Für den restlichen Weltcup-Winter dagegen könnte die Schweiz auf eines der grössten Aushängeschilder im Schnee zählen. Das soll aber nicht für alle Athletinnen des Swiss-Ski-Kaders gelten. Neben zwei Fahrerinnen aus dem B-Kader soll Jasmina Suter vorerst auf eine Impfung verzichten. Sie wird in Nordamerika definitiv nicht in Aktion zu bestaunen sein. 

Kryenbühl: «Mein Rennfahrer-Herz blutet»

Gleiches gilt für Impfskeptiker Urs Kryenbühl sowie Ralph Weber. Obwohl der im Januar schwer gestürzte Kryenbühl bereit für das Comeback wäre, steht der 27-Jährige bei den Speedrennen in Lake Louise nicht am Start. «Ich habe mich aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen gegen die Impfung entschieden», erklärt Kryenbühl, der deshalb keine Einreisegenehmigung erhält.

«Mein Rennfahrer-Herz blutet», zeigt sich Kryenbühl, der vor einigen Monaten an Corona erkrankt ist und daher Antikörper vorweisen kann, enttäuscht. «Ich finde es extrem schade, dass ich beim Speed-Auftakt in Kanada nicht dabei sein kann, obwohl ich seit einigen Monaten von Corona genesen bin.» Auch Ralph Weber, der eine Corona-Infektion mit Fieber, Müdigkeit und Geruchs- und Geschmacksverlust durchmachte, entscheidet sich bis anhin gegen eine Impfung und wird in Lake Louise fehlen.

Unsere Skistars – Der Talk mit Lara Gut-Behrami

Unsere Skistars – Der Talk mit Lara Gut-Behrami

Grosse Erfolge und grosse Enttäuschungen prägen die Karriere von Lara Gut-Behrami. An der WM 2021 in Cortina lief sie zu Hochform auf. Sie wurde Weltmeisterin im Super-G und im Riesenslalom, dazu gewann sie Abfahrts-Bronze. Im Gespräch mit Manuel Rothmund blickt die Tessinerin zurück auf 14 intensive Jahre im Weltcup, erklärt, warum ihr die Familie so wichtig ist, und weshalb sie sich später einmal auf ein ruhiges Leben freut.

20.10.2021