«Schwierig, in Worte zu fassen»

Schweizer Curlerinnen verteidigen ihren WM-Titel

lbe

10.5.2021

Switzerland skip Silvana Tirinzoni, left, celebrates with, from second from left to right, fourth Alina Paetz, lead Melanie Barbezat and second Esther Neuenschwander after defeating Russia in the final at the women's world curling championship in Calgary, Alberta, Sunday, May 9, 2021. (Jeff McIntosh/The Canadian Press via AP)
Die Schweizer Curlerinnen jubeln über die Titelverteidigung.
Bild: Keystone

Die Schweizer Curlerinnen spielen sich in Kanada in überragender Manier zum WM-Titel und zementieren damit den Status der Schweiz als Curling-Nation Nummer 1.

lbe

10.5.2021

Was für ein WM-Auftritt der Schweizer Curlerinnen in Calgary. In 15 Spielen müssen Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz vom CC Aarau das Eis nur ein einziges Mal als Verliererinnen verlassen – zu stark präsentiert sich die Truppe um Skip Tirinzoni in diesen Tagen für die gesamte Konkurrenz.

Auch im Final gegen Russland haben die Schweizerinnen die Partie stets im Griff und lassen auch im letzten End nichts anbrennen. «Für uns war es sehr wichtig, dass wir im zehnten End den letzten Stein haben konnten. Umso mehr, wenn man jemanden im eigenen Team wie Alina (Pätz) hat. Sie traf so ziemlich alles», sagt Tirinzoni nach dem geschafften Sieg.



Auch bei der herausragenden Pätz ist die Freude riesig: «Es ist schwierig, das in Worte zu fassen. Wir haben wirklich super gespielt die ganze Woche und eine konstante Leistung gezeigt. Dass wir uns jetzt auch belohnt haben, ist genial», schwärmt sie gegenüber «SRF».

Hunderte Nachrichten aus der Heimat

Die Nummer 4 des Schweizer Teams glänzt auf dem Weg zu ihrem bereits dritten WM-Titel als auf ihrer Position statistisch beste Spielerin des gesamten Turniers – wie übrigens jede ihrer Teamkolleginnen auch. «Wir hatten wenige schwierige Momente zu überstehen und haben als Team super funktioniert», sagt Pätz und betont: «Alle haben gut zusammengearbeitet, jede hat ihren Job gemacht. Es lief wirklich wie am Schnürchen.»

Zudem habe die grosse Unterstützung aus der Heimat viel Vertrauen gegeben. «Wir haben hunderte Nachrichten bekommen, das hat uns extrem den Rücken gestärkt», sagt Pätz und macht klar, dass man sich im Vergleich zum Triumph 2019 noch einmal deutlich habe steigern können. «Wir sind als Team viel besser geworden. Vor 2 Jahren gab es Aufs und Abs. Dieses Mal haben wir wirklich die ganze Zeit auf hohem Niveau spielen können», so Pätz.

Tirinzoni: «Ich kann es nicht beschreiben»

Skip Tirinzoni sieht das nicht anders. «Es könnte nicht besser sein. Wir hatten eine unglaubliche Woche und konnten diese perfekt abschliessen», sagte sie im Gespräch mit den Turnierorganisatoren. «Ich kann es nicht beschreiben, was die Titelverteidigung für uns bedeutet. Wir waren während fünf Wochen in denselben Hotelzimmern und können es nun kaum erwarten, nach Hause zurückzukehren und die Trophäe in die Schweiz zu bringen.»

Es ist für das Schweizer Frauencurling bereits die sechste Trophäe seit 2012, als das Davoser Team um Mirjam Ott triumphierte. Seither ist die Schweiz das Mass aller Dinge und überlässt der Konkurrenz in neun Jahren nur drei Titel. Kein Wunder, lässt auch die Gratulation von Sportministerin Viola Amherd nicht lange auf sich warten: «Titel verteidigt – WM-Gold. Herzliche Gratulation unseren Curlerinnen zur Spitzenleistung.» Da können wir uns nur anschliessen.