Gisin nach Rang 3 überglücklich

Michelle Gisin: «Es macht so Spass, wieder so attackieren zu können»

pat

23.1.2022

Michelle Gisin schafft es im Super-G aufs Podest.
Bild: Keystone

Michelle Gisin rast in Cortina d'Ampezzo aufs Super-G-Podest und überrascht sich damit auch selbst. Die 28-Jährige ist überglücklich.

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23.1.2022

Nach ihrem 3. Rang fühlt sich Gisin richtig gut, tanzt gar zum Interview, wie SRF-Reporterin Annette Fetscherin feststellt. «Der heutige Tag ist fantastisch. Ich kann wirklich nichts anderes dazu sagen. Sensationell», meint Gisin darauf angesprochen. Und natürlich hat die 28-Jährige dann doch noch einiges zu sagen, begleitet von einem dicken Dauergrinsen im Gesicht.



«Es ist eine sensationelle Woche für mich mit drei der besten Rennen der Saison», sagt Gisin, die am Sonntag erst zum zweiten Mal in ihrer Karriere aufs Super-G-Podest fährt, wie sie selbst anmerkt. Sie habe es ja schon ein paar Mal verhauen und sei Vierte geworden, umso schöner, dass es nun mit dem Podest geklappt habe. «Ich glaube, es zeigt alles, dass ich wirklich wieder zurück bin.»

Besonders, dass es auch in den Speeddisziplinen wieder rund läuft, bereitet der Allrounderin Freude. «Es macht so Spass, wieder so attackieren zu können. Richtig, richtig cool.» Umso erstaunlicher erscheint ihr Erfolg, wenn man bedenkt, dass Gisin zuletzt die Rennen in Zauchensee ausliess, weil sie sich «sehr, sehr müde» fühlte. Und weil ihr in der Saisonvorbereitung das Pfeiffersche Drüsenfieber zu schaffen machte.

«Dass ich in diesem Jahr so fahre in den Speed-Rennen, ist sowieso absolut unglaublich.» Damit spricht sie auch ihren 6. Rang vom Vortag an. Es sei erst ihr sechster Abfahrtslauf in diesem Jahr gewesen, «das machst du normalerweise an einem Tag im Training». Und im Super-G seien es auch nicht viel mehr gewesen. Am schönsten fasst das Ganze Gisin höchstpersönlich zusammen: «Das ist unfassbar, macht einfach nur Spass, ich geniesse es und ich habe Freude, dass ich wieder dieses Selbstvertrauen habe, um anzugreifen.»

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