WM-Strecke

WM-Strecke – Feuz und Co. betreten in Cortina d'Ampezzo Neuland

jos, sda

7.2.2021 - 05:01

Beat Feuz und Co. kennen die WM-Strecke in Cortina d'Ampezzo noch nicht.
Beat Feuz und Co. kennen die WM-Strecke in Cortina d'Ampezzo noch nicht.
Keystone

Beat Feuz kennt die Abfahrtspisten dieser Welt auswendig. Aber nicht die «Vertigine», die diesjährige WM-Strecke. Die männlichen Speedfahrer betreten in Cortina d'Ampezzo neues Terrain.

Der geneigte Ski-Fan kennt sie zumindest aus dem Fernsehen, die «Olimpia delle Tofane», Cortinas Abfahrtsstrecke der Olympischen Spiele 1956. Seit nunmehr 28 Jahren misst sich die Frauen-Elite regelmässig auf dieser Piste. Die Bilder sind spektakulär und entsprechend bekannt. Vorne stürzen sich die Athletinnen nach wenigen Fahrsekunden eng an einem Felsvorsprung vorbei den Tofana-Schuss hinunter, im Hintergrund thront die imposante Bergkulisse der Dolomiten mit einem Dreigestirn von Gipfeln, die mehr als 3000 Meter in die Höhe ragen.

Rennstrecken Speed-Disziplinen
Bild: Keystone

 

Mit einem Gefälle von 65 Prozent ist der Tofana-Schuss die steilste Passage im Frauen-Weltcup. Innert kürze beschleunigen die Fahrerinnen auf über 130 km/h. Nicht nur Michelle Gisin gerät ins Schwärmen, wenn sie vom berauschenden Gefühl auf dem Hochgeschwindigkeitskurs spricht.

Auch die Männer fuhren schon Abfahrten auf der Tofana, an den bisherigen Weltmeisterschaften in Cortina (1932, 1941 und 1956) sowie zwischen 1969 und 1990 fünfmal im Weltcup. Seit 31 Jahren machten sie aber nicht mehr Halt im Ferienort unweit der Grenze zu Österreich, und nun bleibt ihnen die berühmte Passage bei ihrer Rückkehr vorbehalten. Mit einem Jahr Verzögerung weihen sie die Vertigine ein, die erst im untersten Drittel in die Tofana übergeht.

Insbesondere der Super-G dürfte für die Männer bei der Premiere eine grosse Herausforderung sein. Dieser steht bereits am zweiten Tag auf dem Programm, noch vor dem ersten Abfahrtstraining am 11. Februar. Mit Ausnahme der italienischen Fahrer starten also alle ohne Erfahrungswerte ins erste WM-Rennen. Wer eine der ersten Startnummern hat, dem bleibt nur die Kursbesichtigung am Renntag.

Ex-Weltmeisterin Sonja Nef: «Ich tippe auf zehn Schweizer Medaillen»

Ex-Weltmeisterin Sonja Nef: «Ich tippe auf zehn Schweizer Medaillen»

An der Ski-WM 2001 gewinnt Sonja Nef Gold im Riesen. In der Sendung «Ein Ball für zwei» spricht sie über die Medaillenchancen unserer Ski-Stars. Sollte sie mit ihren Prognosen recht behalten, dann dürfen wir uns auf Schweizer Festspiele freuen.

06.02.2021

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport

jos, sda