Nevin Galmarini vom Jäger zum Gejagten in der neuen Saison

SDA

13.12.2018 - 05:04

Nevin Galmarini in seiner liebsten Pose
Source: Keystone

Olympiasieger Nevin Galmarini startet am Donnerstag beim Parallel-Riesenslalom im italienischen Carezza aus neuer Position in die WM-Saison der Alpin-Snowboarder. Er ist in dieser Saison der Gejagte.

Olympiagold in Pyeongchang, der Gewinn der Alpin-Gesamtwertung durch den Podestplatz beim Heimrennen in Scuol, dazu der Triumph im Disziplinen-Klassement des Parallel-Riesenslaloms und doppeltes Vaterglück: Nevin Galmarini hat ereignis- und erfolgreiche Monate hinter sich. Monate, die auch im Hinblick auf die in Carezza beginnende Weltcup-Saison prägend waren. Eine Saison, in die Galmarini nicht mehr als Jäger, sondern als Gejagter starten wird.

In Sachen Motivation hat die fantastische letzte Saison beim 32-Jährigen keine Spuren hinterlassen. Zwar hat Galmarini im Sommer einige Konditionstrainings weniger absolviert als in früheren Jahren, allerdings nicht aufgrund fehlender Motivation, sondern wegen der Geburt seiner Zwillings-Buben Eddie und Louie. Auch an Zielen für den bevorstehenden Winter fehlt es Galmarini nicht.

Einerseits will Galmarini den Fokus verstärkt auf seine schwächere Disziplin legen, den Parallel-Slalom. Andererseits sind da einzelne Wettkämpfe, die für Galmarini besondere Highlights darstellen, wie der Heimweltcup in Scuol (9. März) oder die Weltmeisterschaften in Park City von Anfang Februar. «WM-Bronze habe ich schon, Silber wäre besser, Gold am besten», antwortet Galmarini auf seine Ambitionen an den Titelkämpfen angesprochen.

Nevin Galmarini holte in der vergangenen Saison den Gesamtweltcup.
Bild: Keystone

Nicht nur die eigenen Erwartungen sind im Hinblick auf die WM hoch. Mit fünf bis sieben Medaillen rechnet Swiss-Ski. Dass eine davon von Galmarini eingefahren werden soll, ist nach der letzten Saison nachvollziehbar. «Klar, die Erwartungen für die Weltmeisterschaften in Park City sind hoch», sagt Snowboard-Chef Sacha Giger.

Patrizia Kummer trainiert wieder im Swiss-Ski-Team

Während im Männer-Team mit Galmarini, Gian Casanova, Dario Caviezel, und Sebastian Schüler die Leaderrolle klar verteilt ist, haben die Frauen mit Julie Zogg, Ladina Jenny und Patrizia Kummer mehrere Podiums-Fahrerinnen. Weit über 30 Weltcup-Podeste haben die drei für die Schweizer Alpinen gemeinsam gesammelt. Kummer, die Olympiasiegerin von Sotschi 2014 im Parallel-Riesenslalom, kehrte auf diese Saison hin in den Trainingsbetrieb von Swiss-Ski zurück, nachdem sie während drei Jahren mit eigenem Team unterwegs gewesen war.

Die Rückkehr soll für Kummer nach einer verpatzten Saison auch ein Neuanfang sein. In keinem Weltcup-Rennen schaffte sie im Olympia-Winter auf das Podest, und beim Saisonhöhepunkt in Pyeonchang scheiterte sie in der ersten Runde - wenn auch an der späteren Olympiasiegern Ester Ledecka. Die Rückkehr von Kummer ist eine Win-Win-Situation für Swiss-Ski. Sie selber hat im Training mit den anderen Athletinnen wieder mehr Vergleichswerte, und die jüngeren Teamkolleginnen profitieren von der Erfahrung der Walliserin.

SDA

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport