Schweizer Biathletinnen stehen in Ruhpolding erneut auf dem Podest

SDA

17.1.2020 - 17:01

Lena Häcki sorgt einmal mehr für eine Schweizer Erfolgsmeldung.
Source: Keystone

Die Schweizer Frauen überzeugen in der Staffel erneut. Beim Wettkampf im deutschen Ruhpolding belegt das Quartett den 3. Rang unter 23 Nationen.

Es war dies der dritte Podestplatz im vierten Staffel-Rennen der Saison. Die Serie steht im Kontrast zu den sonstigen Resultaten im Weltcup. Als Einzelläuferin überzeugt eigentlich nur Lena Häcki sporadisch. Die Frau aus Engelberg stand in bislang zehn Rennen einmal auf dem Podest und stiess bei drei weiteren Einsätzen in die Top Ten vor. Im Overall-Klassement ergibt dies Platz 11. Selina, Aita und Elisa Gasparin rangieren auf den Positionen 40, 48 und 56.

Die Team-Leaderin und Schlussläuferin Häcki blieb fehlerfrei und stiess bereits nach dem Liegend-Anschlag auf Position 3 vor. In der Schlussphase verteidigte die Frau aus Engelberg ihre Position gegen die heranstürmende Denise Herrmann aus Deutschland erfolgreich. Somit zog die Schweizer Schlussläuferin erneut Profit aus der wider Erwarten starken Vorarbeit der Gasparin-Schwestern. Häcki hatte als Fünfte übernommen, der Rückstand auf die Top 4 betrug 20 Sekunden. Über den 3. Rang der Schweiz vor dem Heim-Team Deutschland dürften sich auch einige Ruhpoldinger unter den 16'500 Zuschauern gefreut haben. Häcki wohnt seit geraumer Zeit mit ihrem Freund Marco Gross in Ruhpolding.

Begeisterung im Schweizer Team

«Das ist gänsehaut-mässig», sagte Selina Gasparin, die Olympia-Zweite von Sotschi 2014. «Beim ersten Podestplatz in Östersund dachten wir, dies würde der Exploit der Saison sein, beim zweiten Podest dachten wir, die Glückssträhne hält an, und jetzt wissen wir nicht mehr, was wir sagen sollen.»

Die Grundlage für den Exploit legte das Quartett im Schiessstand. Mit bloss vier Nachladern war die Schweiz die zweitbeste Mannschaft hinter China, das aufgrund der Laufleistung kaum Chancen auf einen Podestplatz hat. In der Staffel führt ein Fehlschuss nicht automatisch zu einer Strafrunde. Zunächst dürfen mit Hilfe von maximal drei Nachladern – das Prozedere kostet pro Patrone knapp 10 Sekunden – die Scheiben abgeräumt werden. Die Deutsche Vanessa Hinz beispielsweise schaffte auch dies nicht, musste sogar zwei Strafrunden drehen und ermöglichte so den Schweizer Podestplatz.

Zum vierten Mal in dieser Saison siegten die Norwegerinnen. Platz 2 ging an Frankreich. Häcki kam mit 20 Sekunden Rückstand ins Ziel.


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