Shiffrin gratuliert Gut-Behrami

Shiffrin gratuliert Gut-Behrami und meint: «Ich habe gedacht, ich bin eine Pistenarbeiterin»

pat

11.2.2021

Titelverteidigerin Mikaela Shiffrin gewinnt WM-Bronze im Super-G.
Titelverteidigerin Mikaela Shiffrin gewinnt WM-Bronze im Super-G.
Bild: Keystone

Trotz eines zeitraubenden Fehlers gewinnt Titelverteidigerin Mikaela Shiffrin an der WM im Super-G Bronze. Und das nach einem Jahr ohne Start in dieser Disziplin. Entsprechend habe sie sich auf der Piste auch gefühlt.

Shiffrin startet stark, meistert die Panoramakurve und Curva Grande nahezu perfekt. Beim letzten Übergang wird die Amerikanerin weit hinausgetragen, sie muss kämpfen, um überhaupt im Rennen zu bleiben. Trotz des Fehlers setzt sie sich an die Spitze und wird später nur noch von den beiden Schweizerinnen Lara Gut-Behrami und Corinne Suter geschlagen.



Auf ihren Fehler angesprochen, meint Shiffrin: «Man kann es aus zwei Blickwinkeln betrachten. Ich kann mich ärgern, dass es nicht weiter nach vorne gereicht hat oder mich freuen, dass ich trotz dieses grossen Fehlers auf dem Podest stehe.» Nach ihrer Fahrt hätte sie nicht damit gerechnet, dass sie mit einer Medaille nach Hause gehen würde, so die 25-jährige US-Amerikanerin: «Dass man auf einem Abschnitt so langsam sein kann (...) Ich habe gedacht, ich bin eine Pistenarbeiterin. Ich war dort weit draussen und es ist flach. Aber auf dem Rest der Strecke hatte ich wirklich viel Spass. Am Ende bin ich mit dieser Bronzemedaille sehr zufrieden.»

Auf die Frage, wie sie sich den Fehler erklären könne, antwortet Shiffrin ironisch und gefolgt von einem Lächeln: «Das war Absicht. Ich wollte nicht gewinnen.» Um dann ernsthaft nachzuschieben, dass es ein typischer Fehler sei, wenn man mehr als ein Jahr lang kein Super-G-Rennen gefahren sei und nur vier Tage Training in dieser Disziplin absolviert habe.

Shiffrin freut sich für Gut-Behrami: «Verdient gewonnen»

Shiffrin ist nicht nur eine herausragende Skifahrerin, sie ist auch eine äusserst faire Sportsfrau. Und so freut sie sich für die Siegerin: «Lara musste das Rennen gewinnen. Ich glaube eigentlich nicht an das Schicksal, aber heute ist es eingetroffen.» Es sei erstaunlich und beeindruckend, wie konstant Gut-Behrami diesen Winter gefahren sei. «Sie war DIE Favoritin, auf ihren Schultern lastete ein grosser Druck.» Wenn man unter solchen Bedingungen liefern könne, dann sei das ein unbeschreibliches Gefühl.

«Natürlich hätte ich gerne Gold gewonnen, aber die Goldmedaille liegt um den richtigen Hals. Lara hat verdient gewonnen. Ich wette zwar nicht, aber ich war mir sicher, dass sie gewinnen würde.» Sie könne zwar nicht in Laras Kopf blicken, aber sie hoffe, dass es ein ganz besonderes Gefühl für sie sei. «Wenn ich sie wäre, würde ich unglaubliche Emotionen verspüren.»


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