Bencic wendet verrückte Partie und steht in der 3. Runde

SDA

16.1.2019 - 10:00

Gelitten, gekämpft und gewonnen: Belinda Bencic steht am Australian Open in der 3. Runde.
Source: Keystone

Belinda Bencic (WTA 49) steht zum zweiten Mal nach 2016 in der 3. Runde der Australian Open. Die 21-Jährige Ostschweizerin schlägt Julia Putintseva in drei Sätzen.

Die 21-jährige Ostschweizerin erkämpfte sich gegen die zehn Plätze vor ihr klassierte Kasachin Julia Putintseva einen 7:5, 4:6, 6:2-Sieg. In einem umkämpften ersten Satz kassierte Bencic nach einem 4:2-Vorsprung gleich zwei Breaks und lag zwischenzeitlich mit 4:5 im Hintertreffen. Dank drei Spielgewinnen in Folge schaffte die Schweizerin aber die erneute Wende und brachte den ersten Satz mit 7:5 ins Trockene.  

Den Start in den zweiten Satz misslang der Schweizerin dann komplett. Den schnellen 0:4-Rückstand konnte Bencic dank kämpferischer Leistung gar noch wettmachen, bevor sie den Satz trotzdem mit 4:6 abgeben musste.

Und auch im dritten Satz legte die Kasachin gleich mit Break vor. Diesmal schlug Bencic allerdings schneller zurück und gewann den Entscheidungssatz nach 0:2-Rückstand dank sechs Spielgewinnen am Stück souverän mit 6:2. 

Nun trifft sie am Freitag auf die zweifache Wimbledonsiegerin und aktuelle Weltnummer 6 Petra Kvitova aus Tschechien.

Bencic an der Pressekonferenz über ...

... ihr heutiges Spiel: «Es war ein grosser Kampf. Nun bin ich natürlich überglücklich. Es gab ständig ein Auf und Ab, was auch nach meinem Empfinden mit den Bällen zu tun hatte. Am Schluss war ich aggressiver als sie. Mein Niveau war sicher besser als noch im Startspiel, mein Aufschlag könnte vielleicht noch besser werden.»

... ihre Fitness: «Ich habe mich physisch immer gut gefühlt auf dem Platz. Ich dachte heute, dass ich mich nur selber schlagen kann, wenn ich zu viele Fehler mache oder zu wenig aggressiv spiele.»

... die Atmospähre während dem Spiel: «Es war eine sehr emotionale Atmosphäre. Es war sehr laut auf dem Court, es hatte so viele Schweizer Zuschauer, alle haben dazwischengerufen und mich unterstützt. Dann gab es viele lange Ballwechsel, Drama pur halt, dann kommen die Emotionen automatisch.»

... die aktuelle Beziehung zu ihrem Vater: «Er ist ein bisschen ruhiger geworden, ich vielleicht auch gegenüber ihm. Aber grundsätzlich ist nicht viel anders als früher.»

... das Rezept gegen Kvitova: «Ich muss einfach versuchen, möglichst viele Bälle zurückzubringen und sie rennen lassen. Sie ist natürlich eine Topspielerin. Sie hat viele Turniere gewinnen können, unter anderem letzte Woche in Sydney. Aber ich habe gegen sie nichts zu verlieren. Ich werde mir morgen Gedanken machen, wie der genaue Matchplan aussehen soll.»

SDA

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport