Federer will gelungenes Sand-Comeback nicht überbewerten

lbe

8.5.2019

In nur 52 Minuten fegt Roger Federer seinen Gegner in seinem ersten Spiel auf Sand seit drei Jahren vom Platz. Weil Richard Gasquet aber nicht auf Augenhöhe ist, halten sich die gewonnenen Erkenntnisse in Grenzen.

Der erste Auftritt von Roger Federer auf Sand seit 2016 ist nach weniger als einer Stunde bereits vorbei. In Madrid schlägt er Richard Gasquet ohne jegliche Probleme 6:2, 6:3 und steht im Achtelfinal. «Es kam mir nicht so schnell vor. Aber ich startete gut in den Match und habe schnell gemerkt, dass Gasquet nicht bei 100 Prozent ist», sagt der Schweizer nach der Partie.

Der Franzose, der sich Anfang Jahr an der Leiste operieren lassen musste, scheint an diesem Dienstagabend nicht im Vollbesitz seiner Kräfte und startet schwach in das Duell. Gleich sein erstes Aufschlagsspiel gibt er ab und liegt nach wenigen Minuten 0:3 zurück. «Er hatte sicher Probleme und begann sehr langsam. Das galt es auszunützen, was ich geschafft habe. Danach wurde er besser», resümiert Federer im Interview mit «SRF».

Federer: «Ich musste mich anpassen»

Auch er selbst habe immer besser in die Partie gefunden, obwohl er sich eigentlich von Anfang an wohl fühlte. Aber Federer musste sein Spiel im Vergleich zum Training etwas umstellen. «Gasquets Bälle haben immer ziemlich viel Drall. In den letzten Tagen trainierte ich mehr mit Spielern, die flacher spielen, vor allem auf der Rückhandseite. Darum musste ich mich dort etwas anpassen.»

Die Umstellung des eigenen Spiels bereitet Federer, der gegen den Franzosen mittlerweile 18 von 20 Duellen für sich entscheiden konnte, aber wie so oft keine Probleme. Im zweiten Satz packt er bei erster Gelegenheit zu und schnappt sich das Break im optimalen Moment – als wäre er nie weg gewesen. «Ich fühlte mich sehr gut heute und kann zufrieden sein mit dieser ersten Partie.» Er bewege sich ziemlich gut und habe gezeigt, dass er eigentlich in guter Form ist.

Wenig neue Erkenntnisse 

Dennoch will der 37-Jährige die Leistung nicht überbewerten, was vor allem mit seinem Kontrahenten zu tun hat. «Der Gegner war aufgrund körperlicher Probleme doch nicht ganz so stark. Er war ja rund sechs Monate nicht auf der Tour, hatte gestern seinen ersten Ernstkampf seit langem.»

Das habe er schnell erkannt, was dem Schweizer in die Karten spielte. «Wenn du das als Gegner spürst, denkst du: ‹Okay, diesen Match kann ich eigentlich in zwei oder drei Variationen gewinnen›. Darum fiel der Druck heute schnell ab von mir. Das wird sicher anders sein in den nächsten Partien.»

Im Achtelfinal von Madrid trifft Federer am Donnerstag auf den Sieger der Partie zwischen Gaël Monfils (ATP 18) und Márton Fucsovics (ATP 36).

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