Federer erklärt, warum er sich mit dem Schiri angelegt hat

pat

19.3.2018

Nach dem verlorenen Final gegen Juan Martin del Potro muss Roger Federer erstmals in diesem Jahr als Verlierer vor die Medien treten. Dabei muss die Weltnummer 1 auch unangenehme Fragen beantworten.

Federer und Del Potro boten den Fans alles! Geniale Ballwechsel, eine Partie voller Umschwünge inklusive vergebener Matchbälle auf beiden Seiten,  Wortgefechte und Diskussionen mit dem Schiedsrichter. Letzteres ist man sich von den beiden Gentlemen nicht gewohnt.

Federer: «Das tut extrem weh»

Wie hat Federer dieses verrückte Spiel erlebt? «Es ist immer enttäuschend, nach Matchbällen zu verlieren. Aber schon im zweiten Satz war es eng, und ich hatte Glück, in den dritten zu kommen. Und er hatte dort Glück, ins Tiebreak zu kommen. Leider habe ich zuletzt etwas mein Spiel verloren. Aber über die 2:40 Stunden gesehen haben wir gutes Tennis gespielt gegeneinander, in einer guten Atmosphäre, fair und kämpferisch.»

Trotz der ersten Niederlage in diesem Jahr sei er mit seinen Leistungen bei diesem Turnier zufrieden. Er versuche positiv zu bleiben. Schliesslich gebe es nach diesem fantastischen Saisonstart keinen Grund, allzu enttäuscht zu sein. «Auch wenn es stimmt, dass ich heute so nahe war. 5:4, 40:15 im dritten Satz – das tut extrem weh.»

«Darf keiner mehr ein Wort sagen?»

Federer spricht also von einer guten Atmosphäre, fair und kämpferisch. Del Potro allerdings beschwerte sich mehrmals beim Schiedsrichter über die Zwischenrufe der Fans. Dafür hat der Schweizer wenig Verständnis: «Dass von 17'000 Leuten einmal zwei ab und zu etwas hinunter schreien, gehört dazu. Er kann zwar immer beim Ref verlangen, dass die Leute leiser sein sollten. Aber ich finde es falsch, wenn das Publikum immer sogleich abgestellt wird, wenn es endlich einmal laut wird. Darf sich denn keiner mehr bewegen, keiner mehr ein Wort sagen? Ich finde, da muss man sich ein wenig entspannen.»

Federer selbst war allerdings auch nicht sonderlich entspannt und legte sich wiederholt mit dem Schiedsricher an.
Getty Images

Und worum ging es bei Federers Diskussionen mit dem Schiedsrichter? «Ich erinnere mich nicht einmal an die Hälfte davon», so der für einmal nicht ganz aalglatte Baselbieter. Er wolle auch gar nicht in die Details gehen. «Wahrscheinlich versuchte ich einfach, mich irgendwie zu pushen, Energie zu finden. Es hatte aber keinen Einfluss auf den Spielausgang. Der Schiedsrichter hat manchmal eben einen harten Job.»

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