Federer: «Ich bin den jungen Klimaaktivisten dankbar»

pat

11.1.2020 - 12:53

Roger Federer nimmt die Kritik der Klimajugend ernst.
Bild: Keystone

Während Klimaaktivisten in der Schweiz wegen Hausfriedensbruch bei der CS auf ihr Urteil warten, ist über deren Botschafter Roger Federer ein Shitstom ausgebrochen. Nun meldet sich der Schweizer zu Wort.

Roger Federer reist seit Jahren rund um den Globus, meist im Flugzeug. Doch nicht deswegen ist der Schweizer in den Fokus der Klimajugend gerückt, sondern wegen seines Engagements als Botschafter der Credit Suisse. Unter dem Hashtag #RogerWakeUpNow fordern sie den Weltklasseathlet auf, die Partnerschaft mit der CS zu beenden. Nachdem auch Greta Thunberg die Botschaft teilte, nahm das Ganze neue Dimensionen an. Ein regelrechter Shitstorm ist ausgebrochen.



Nun macht Roger Federer deutlich, dass er die Kritik durchaus ernst nimmt und der Jugend zuhört. Zwar wird er seine Partnerschaft mit der CS kaum beenden, dennoch ist es ein Zeichen von Grösse, dass er sich zu Wort meldet und die Kritik nicht einfach ignoriert. Am Samstag liess er der Nachrichtenagentur Reuters eine Stellungnahme zukommen, wie «Watson» schreibt.

Federer schreibt, dass er die Bedrohung durch den Klimawandel sehr ernst nehme. Vor der Klimajugend habe er grossen Respekt und er bewundere deren Engagement. Zudem sei er sich seiner Verantwortung bewusst und er wolle «diese privilegierte Position für den Dialog in diesen wichtigen Fragen mit meinen Sponsoren nutzen».

Das offizielle Statement von Federer

«Ich nehme die Auswirkungen und die Bedrohung durch den Klimawandel sehr ernst, zumal meine Familie und ich inmitten der Zerstörung durch die Buschbrände in Australien ankommen. Als Vater von vier Kindern und leidenschaftlicher Befürworter der universellen Bildung habe ich grossen Respekt und Bewunderung für die Jugendklimabewegung. Ich bin den jungen Klimaaktivisten dankbar, dass sie uns alle dazu zwingen, unser Verhalten zu überprüfen und nach innovativen Lösungen zu suchen. Wir sind es ihnen und uns selbst schuldig zuzuhören. Zudem bin ich mir meiner Verantwortung als Privatperson, als Athlet und als Unternehmer sehr bewusst und möchte diese privilegierte Position für den Dialog in diesen wichtigen Fragen mit meinen Sponsoren nutzen.»

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