Federer «verweigert» die Niederlage: «Man denkt nur ans Überleben» 

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17.3.2018 - 21:35

Bravo Roger Federer! Der Baselbieter gewinnt auch sein 17. Saisonspiel und qualifiziert sich in Indian Wells mit einem 5:7, 6:4, 6:4-Erfolg über den Kroaten Borna Coric für den Final vom Sonntag. Gegner heute Abend: Juan Martin Del Potro.

Lange deutete aber wenig bis gar nichts auf den 17. Sieg in Folge von Roger Federer hin. Borna Coric spielte grandios! Der 21-jährige Kroate, die Nummer 49 der Welt, trumpfte gross auf. Der 36-jährige Federer fand kein Rezept gegen die Winkel und die Länge in den Grundschlägen Corics. Nach 75 Minuten hatte der Aussenseiter mehr als die Hälfte aller Grundlinienduelle für sich entschieden. Coric führte 7:5, 4:2. Nur zwei gewonnene Aufschlagspiele trennten ihn noch von der Überraschung.

Aber Roger Federer verweigerte die Niederlage. Man denke in diesen Momenten ans Überleben. Man suche einen Weg, irgendwie im Spiel zu bleiben, so Federer. «Ich versuchte, weniger Fehler zu machen. Ich hoffte, dass er mir auch helfen würde, dass er womöglich nervös wird und somit selber mehr Fehler produzierte.»

Genau das geschah. Coric baute ab. Nach dem 7:5, 4:2 brachte er drei Aufschlagspiele hintereinander nicht mehr durch. Dennoch führte Coric auch im Entscheidungssatz noch zweimal mit Breakvorsprung (1:0 und 4:3). Bei 4:3 und eigenem Aufschlag besass er zwei Spielbälle zum 5:3. Aber wieder fand Federer die Lösung und den Ausweg. Der Schweizer gewann die letzten elf Ballwechsel und sicherte sich so nach zwei Stunden und 20 Minuten den Finaleinzug.

«Es war extrem schwierig, diese Partie zu gewinnen», erklärte Federer. «An die Siegesserie denkst du während so eines Spiels keinen Augenblick. Andererseits sind diese Siege viel befriedigender, als wenn alles wie aus einem Guss läuft.»

Im Final gegen Del Potro

Roger Federer blieben nach dem kräfteraubenden Halbfinal 24 Stunden zur Vorbereitung des Finals. In dem trifft er auf den Argentinier Juan Martin Del Potro (ATP 8), der mit Milos Raonic (ATP 38) kurzen Prozess machte und 6:2, 6:3 gewann. Federer: «Del Potro schlägt extrem gut auf. Er stellte in Indian Wells in den letzten Tagen auch eine starke Form unter Beweis. In einem Spiel auf nur zwei Gewinnsätze ist immer alles möglich. Ich muss im Final besser spielen als gegen Borna Coric.»

Gegen Del Potro führt Federer in den Direktbegegnungen mit 18:6 Siegen. Von den letzten neun Duellen gewann der Argentinier aber immerhin vier, unter anderem auch den Viertelfinal am letzten US Open in vier Sätzen. Die letzten beiden Duelle in Schanghai und Basel gewann aber (jeweils nach Satzrücksand) wieder Roger Federer.

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