Bencic verliert den Final von Berlin trotz Traum-Auftakt

red

20.6.2021

Bencic verpasst den Turniersieg in Berlin

Bencic verpasst den Turniersieg in Berlin

Es hat alles so gut angefangen. Doch dann legte Belinda Bencics Gegner ihre Anfangsnervosität ab und heizte der Schweizerin richtig ein. Fast wäre ihr gegen Ende nochmal die Wende gelungen.

20.06.2021

Die Ausgangslage war so gut. Gleich mit 6:1 fegte Belinda Bencic ihre Gegnerin beim Final von Berlin im ersten Satz noch vom Feld. Doch dann entglitt ihr das Match zunehmend und ein Märchen bleibt leider aus.

red

20.6.2021

Die Geschichte des Finals ist schnell erzählt. Belinda Bencic dominierte am Anfang und führte nach etwas mehr als einer Viertelstunde mit 5:0. Ab dem zweiten Satz diktierte hingegen die russische Aussenseiterin das Geschehen. Am spannendsten verlief noch der dritte Satz, obwohl Samsonowa auch in diesem sogleich mit einem Break in Führung ging (2:0).

Belinda Bencic gab aber nicht so einfach auf. Bei 2:4 wehrte sie einen weiteren Breakball mit einem hochriskanten Aufschlag ab. Bei 3:4 erkämpfte sie sich drei Breakmöglichkeiten. Aber die anderthalb Jahre jüngere Russin gab das Zepter nicht mehr aus der Hand. Samsonowa gelangen mehr als doppelt so viele Gewinnschläge (28) als Bencic (11).

Trotz der demoralisierenden Finalniederlage wird Belinda Bencic Berlin zufrieden verlassen. Sie erreichte zum zweiten Mal diese Saison einen Final, auch wenn sie, wie schon im Februar in Adelaide, keine gesetzte Gegnerin auf dem Weg ins Endspiel eliminieren musste. Letzte Saison hatte Bencic nie die Halbfinals erreicht und während des gesamten Jahres bloss acht Spiele gewonnen.

Für Bencic stellt sich nun die Frage, ob sie tatsächlich noch in Eastbourne antreten soll, wo sie als Nummer 6 gesetzt wäre und in der Startrunde am Petra Martic treffen würde, die sie in Berlin in den Achtelfinals klar besiegte. Für den Trip nach Eastbourne spricht, dass sie dort vor sechs Jahren ihr allererstes Turnier gewann. Ausserdem bietet sich die Chance, weitere Weltranglistenpunkte zu sammeln, worin Bencic nach den letzten Monaten Nachholbedarf hat.

In der Weltrangliste verbessert sich Bencic am Montag vom 12. auf den 11. Platz. Ludmila Samsonowa, die als erste Qualifikantin diese Saison an einem WTA-500-Turnier den Final erreichte (und gewann), stösst vom 106. auf den 63. Platz vor.

Belinda Bencic ist nach ihrer Niederlage schwer enttäuscht.
Belinda Bencic ist nach ihrer Niederlage schwer enttäuscht.
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  • Am Ende geht es schnell

    Das Märchen von Berlin ist am Ende nicht jenes von Belinda Bencic. Beim Stand von 3:5 kassiert sie ein weiteres Break und verliert damit den Final von Berlin, in welchen sie als Favoritin gestartet ist. Verständlich ist auch die grosse Enttäuschung zum Ende der Partie, erst recht nach diesem fulminanten Auftakt im ersten Satz. So oder so hat die Schweizerin aber klar aufgezeigt, dass sie für Wimbledon definitiv bereit ist.

  • Jetzt wird es ganz schwierig

    Es hätte die Wende sein können. Gleich drei Breakbälle hatte Belinda Bencic im letzten Game. Allerdings befreit sich Samsonova einmal mehr mit ihrem mittlerweilen exzellenten Service aus der brenzligen Situation. Damit serviert Belinda Bencic nun gegen den Matchverlust.

  • Bencic hält sich irgendwie im Spiel

    Samsonova hatte bereits einen Breakball zum 5:2. Das wäre wohl definitiv die endgültige Entscheidung gewesen. Doch mit einem Ass reagiert die Schweizerin in der Drucksituation meisterlich und kommt doch nochmal ran. 

  • Bencic hadert mit sich selber

    Die Schweizerin ist wirklich bemüht, die Partie hier nochmal zu kehren. Aktuell lässt ihr Samsonova aber fast keine Chance. Immer häufiger geht deshalb ihr Blick auch in Richtung der eigenen Box, wo sie sich lauthals über das Geschehen auf dem Platz beklagt.

  • Samsonova eiskalt

    Was man zu Beginn der Partie noch für unmöglich hielt, ist mittlerweile Tatsache. Samsonova serviert sackstark und holt im dritten Satz gleich acht Punkte in Serie. Ob sich Belinda Bencic da nochmal aufbäumen kann? Aktuell sieht es überhaupt nicht danach aus.

  • Bencic mit leichten Fehlern

    Leider verläuft auch der Start zum dritten Satz alles andere als optimal für die Schweizerin. Zwei einfache Fehler und ein Doppelfehler nimmt Samsonova dankend an und kann damit schon wieder mit Break vorlegen.

  • Ein letztes Aufbäumen im zweiten Satz

    Es ist tatsächlich ein Spiegelbild des ersten Satzes. Dieses Mal kann Bencic gerade noch ein 0:6 abwehren. Nun serviert ihre Gegnerin allerdings zum Satzgewinn. Immerhin kann die Schweizerin im dritten und entscheidenden Satz wieder vorlegen, was aus psychologischer Sicht ein entscheidender Vorteil sein könnte.

  • Bencic wie ausgewechselt

    Und plötzlich klappt bei Bencic nicht mehr viel. Es ist praktisch ein Spiegelbild des ersten Satzes. Samsonova spielt jetzt auch beim Return viel aggressiver als noch im ersten Durchgang. Der dritte Satz wird hier wohl über den Turniersieg entscheiden müssen.

  • Es geht nicht so rund weiter

    Dieses Mal läuft es genau umgekehrt. Belinda Bencic kassiert zum Start des zweiten Satzes gleich das Break. Samsanova serviert jetzt eindeutig viel besser. Das macht es der Schweizerin natürlich umso schwerer.

  • So darf das gerne weitergehen

    Belinda Bencic wird ihrer Favoritenrolle im ersten Satz völlig gerecht. Sie profitierte sicherlich auch von der Nervosität ihrer Gegnerin und den daraus resultierenden schwachen Aufschlägen. Im Endeffekt hat sie sich den Gewinn des ersten Satzes aber auch dank ihrer couragierten Spielweise mehr als verdient.

  • Erstes Game für Samsonova

    Ein 0:6 kann Samsonova doch noch abwehren. Der Service ist mittlerweile deutlich besser. Gut möglich, dass sie ihre Startnervosität etwas abgelegt hat. Doch nun serviert Belinda Bencic zum Gewinn des ersten Satzes.

  • Bencic klever und sicher

    Belinda Bencic streut jetzt öfter auch mal einen Sliceball ein, mit welchen Samsonova grosse Probleme hat. Generell wirkt die gebürtige Russin, die für Italien spielt sehr unsicher und fehleranfällig. Umso besser für die Schweizerin.

  • Viel Risiko belohnt

    Belinda Bencic greift vor allem die zweiten Aufschläge ihrer Gegnerin konsequent an. Damit und dank vier Doppelfehlern von Samsonova holt sie damit auch bereits das frühe Break in diesem ersten Satz. Ihr anschliessendes Aufschlagsspiel bringt sie dieses Mal ohne Probleme durch.

  • Bencic zum Start schon etwas unter Druck

    Belinda Bencic serviert zum Auftakt gut. Allerdings streuen sich einige kleinere Fehler in ihrem Spiel ein. Am Ende bringt sie ihr erstes Service-Game trotzdem nach Einstand ins Trockene.

  • Gleich geht's los

    Die Spielerinnen sind schon auf dem Platz. Gleich kann es losgehen mit dem Final von Berlin.

  • Bencic ist grosse Favoritin

    Belinda Bencic geht als grosse Favoritin in den Final. Die 24-Jährige, in der Weltrangliste aktuell auf Rang 12 klassiert, überzeugte in Berlin mit ihren Siegen gegen Jule Niemeier (WTA 167), Petra Martic (WTA 25), Jekaterina Alexandrowa (WTA 34) und Alizé Cornet (WTA 63).

    Aber Vorsicht: Samsonowa, die es über die Qualifikation ins Turnier schaffte, spielte sich in den letzten Tagen in einen Rausch. Im Halbfinal schlug sie die ehemalige Weltnummer 1 und zweifache Grand-Slam-Siegerin Wiktoryja Asaranka (WTA 16). Zuvor schaltete sie bereits Madison Keys aus, die auch schon in einem Grand-Slam-Final stand.

  • Erstes Duell gegen Samsonowa

    Gegen Liudmila Samsonowa, die Weltnummer 106, hat Bencic bislang noch nie gespielt. Die 22-jährige Russin ging zwischen 2014 und 2018 übrigens für Italien an den Start. Samsonowa hat noch keinen WTA-Titel geholt, ein Sieg heute wäre also der grösste Triumph ihrer bisherigen Karriere.

  • Bencic will ihren fünften WTA-Titel

    Herzlich Willkommen zum Live-Ticker des Finals von Berlin. Beim WTA-500-Turnier trifft Belinda Bencic auf die Russin Liudmila Samsonowa. Für die Schweizerin ist es der zwölfte Final auf der WTA-Tour. Viermal konnte sie bisher einen Titel holen. Folgt heute der fünfte Turniersieg? Um 15.30 Uhr geht's los.