French Open

French Open: Schwartzman schlägt Thiem und steht im Halbfinal

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6.10.2020

US-Open-Sieger Thiem scheitert im Viertelfinal an Schwartzman

US-Open-Sieger Thiem scheitert im Viertelfinal an Schwartzman

US-Open-Champion Dominic Thiem hat gegen Diego Schwartzman bei den French Open nach einem Marathon-Match über fünf Sätze und mehr als fünf Stunden den Einzug in das Halbfinale verpasst.

06.10.2020

Der nur 1,70 m grosse Argentinier Diego Schwartzman steht am French Open erstmals in einem Grand-Slam-Halbfinal. Die Nummer 14 der Welt rang den US-Open-Champion Dominic Thiem in einem Marathon nieder.

Schwartzman hatte seine gute Form bereits mit der Finalqualifikation beim Masters-1000-Turnier in Rom unter Beweis gestellt, sein Sieg gegen den Österreicher war aber dennoch überraschend.

Nach 5:08 Stunden war er jedoch etwas frischer und behielt mit 7:6 (7:1), 5:7, 6:7 (6:8), 7:6 (7:5), 6:2 die Oberhand. Im Halbfinal trifft er auf den Sandkönig Rafael Nadal oder den Südtiroler Jannik Sinner, die nach Redaktionsschluss spielten.

Schwartzman hatte seinen vierten Grand-Slam-Viertelfinal ohne Satzverlust erreicht, während Thiem bereits zuvor mehr als zehn Stunden auf dem Platz gestanden hatte. Bei garstigen Verhältnissen mit viel Wind lieferten sich die beiden guten Kumpels den erwarteten Abnützungskampf mit einer Fülle von intensiven Grundlinienduellen und insgesamt 19 Breaks.

Schwartzman hat Nadal auf Sand bezwingen können

Der Südamerikaner hätte auch einfacher zum Sieg kommen können, doch im dritten Satz führte er 5:3 und konnte nicht reüssieren. Auch im vierten Durchgang vergab er zunächst eine 5:3-Führung und drei Satzbälle, schaffte am Ende aber im Tiebreak doch noch den Satzausgleich.

Mit seinem Sieg verhinderte Schwartzman, dass sich Thiem unter die ganz Grossen reihen konnte. Er wäre erst der vierte Spieler nach Novak Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal mit fünf Roland-Garros-Halbfinals in Folge gewesen.

«Es war eine richtige Achterbahnfahrt. Natürlich fühle ich mich jetzt schlecht und leer, aber ich habe mir wenig vorzuwerfen», so Thiem. Er hält fest: «Ich freue mich für ihn. Gegen einen Freund zu verlieren, tut ein bisschen weniger weh.»

Der 27-jährige Niederösterreicher verlor auch erstmals seit seiner Halbfinalniederlage 2016 gegen Andy Murray auf dem Pariser Sand gegen jemand anderen als Nadal. Für Schwartzman könnte es nun am Freitag zu einer Revanche kommen: In Rom hatte er Nadal erstmals bezwungen.

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