«Shut up» – Zickenkrieg zwischen Murray und Fognini in Shanghai

8.10.2019 - 18:25, SB10/dpa

Fognini gewinnt den Zickenkrieg gegen Murray
3:38

Fognini gewinnt den Zickenkrieg gegen Murray

Andy Murray und Fabio Fognini liefern sich in Schanghai einen grossen Kampf, welchen der Italiener in drei Sätzen für sich entscheidet. Während des Spiels kommt es zu einigen Reibereien, Murray ärgert sich gewaltig über das Auftreten seines Gegners.

08.10.2019

Beim Masters-Event in Shanghai muss sich Andy Murray nach einem harten Kampf dem Italiener Fabio Fognini geschlagen geben. Im dritten Satz geraten die beiden Spieler sogar verbal aneinander.

Nach 3:09 Stunden steht Fabio Fognini mit 7:6 (7:4), 2:6 und 7:6 (7:2) als Gewinner fest. Dabei kann Andy Murray zweimal zum Matchgewinn aufschlagen, bringt jedoch seinen Service nicht durch. Vielleicht war der Schotte auch durch die Mätzchen seines Kontrahenten genervt.

Der Italiener schrie in der heissen Schlussphase bei einem Ballwechsel laut dazwischen, während Murray zu einem Volley ansetzte. Zwar buchte Murray den Punkt, doch er regte sich (zurecht) über den Zwischenruf auf. Schliesslich ist es nicht nur unsportlich, sondern auch verboten, während eines Ballwechsels zu rufen.

Beim nächsten Spielunterbruch liest Murray seinem Kontrahenten auch die Leviten, während Fognini eine Unschuldsmiene aufsetzt: «Das machst du dauernd, mit allen. Auf der Spielerbank beschwert sich Murray auch beim Schiedsrichter: «Ich habe den Schläger bereit für einen Volley. Und er ruft dazwischen!» Als Fognini sich zu Wort meldet, reagiert Murray genervt und kontert: «Halt die Klappe!»

Am Ende behält der temperamentvolle Italiener das bessere Ende für sich. 

Die Highlights des Spiels

Mu1
1:38

Mu1

Beim Masters-Event in Shanghai muss sich Andy Murray nach einem harten Kampf dem Italiener Fabio Fognini nach 3:09 Stunden mit 6:7 (4:7), 6:2, 6:7 (2:7) geschlagen geben.

08.10.2019

Im Platzinterview kann Fognini die ganze Aufregung nicht verstehen, er habe es nur lustig gemeint. Zumindest zu seinem Gegner ist dessen Humor nicht durchgedrungen. An der anschliessenden Pressekonferenz stellte Murray nochmals klar: «Ich lasse nicht so mit mir reden». Er erklärte: «Ich setzte zum Volley an, als ich einen Ruf aus seiner Richtung hörte. Als ich zu ihm rüberschaute, meinte er, ich solle ihn nicht so grimmig schauen und soll es mit Humor nehmen.» Es sei einfach unsportlich, was die Niederlage nocj ein wenig bitterer mache.

Murray: «Ich lasse nicht so mit mir reden»

Murray
3:38

Murray

08.10.2019

Murray will in Melbourne Grand-Slam-Comeback geben

Insgesamt darf sich Murray aber sicher über seinen Auftritt freuen, gewann der 32-Jährige doch zum ersten Mal seit seinem Verletzungs-Comeback einen Match auf ATP-1000-Stufe und forderte der aktuellen Weltnummer 12 alles ab.

Schliesslich ist es ein Jahr her, nachdem er in Melbourne eigentlich das Ende seiner Einzel-Karriere verkündet hatte. Jetzt will Andy Murray im Januar 2020 bei den Australian Open sein Comeback auf der Grand-Slam-Bühne geben. Die einstige Nummer eins der Welt steht auf der Meldeliste für das erste Grand-Slam-Turnier der neuen Saison, welche die Veranstalter am Dienstag veröffentlichten.

Vor gut neun Monaten hatte Murray in Melbourne erklärt, er werde wegen permanenter Schmerzen an der Hüfte sehr wahrscheinlich keine Einzel mehr bestreiten. Nach einer zweiten Hüftoperation Ende Januar verlief der Heilungsprozess aber besser als erwartet, sodass der Brite im August auf die ATP-Tour zurückkehrte.

Weil er so lange verletzt ausfiel, steht der dreifache Grand-Slam-Sieger in Melbourne dank des sogenannten Protected Ranking direkt im Hauptfeld.

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport

Weitere Artikel