Fusionspläne

Federer erntet Kritik: «Vielleicht braucht er mehr Follower auf Twitter»

lbe

24.4.2020

Hordorff: «Vielleicht braucht Federer mehr Twitter-Follower»

Hordorff: «Vielleicht braucht Federer mehr Twitter-Follower»

Dirk Hordorff, Vizepräsident des Deutschen Tennis Bundes, kritisiert Roger Federer für seine Idee, das Männer- und Frauentennis zu vereinen, scharf.

25.04.2020

Ein deutscher Tennis-Funktionär kritisiert Roger Federer für seine Idee, das Männer- und Frauentennis in Zukunft zu vereinen, scharf. Der Vorschlag habe keine Substanz.

Dirk Hordorff, Vizepräsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB), hält nichts von der Idee einer Vereinigung der Männer- und Frauen-Organisation. «Mit einem Zusammenschluss von ATP und WTA hat man erst mal gar kein Problem gelöst», sagte der Funktionär am Freitag dem Video-Dienstleister Omnisport.

Federer hatte am Mittwoch auf Twitter eine Fusion der beiden Tennisverbände vorgeschlagen: «Es ist jetzt wirklich an der Zeit. Das sind schwierige Zeiten in jeder Sportart und wir können mit zwei geschwächten Körpern oder einem gestärkten Körper zurückkehren».

Federers Idee erhält in der Folge prominenten Zuspruch, unter anderen stärken auch Rafael Nadal oder Simona Halep dem Baselbieter den Rücken. Die Ausnahme ist der Australier Nick Kyrgios, der sich gegen eine Fusion ausdrückt, seine Meinung aber (bisher) nicht begründet.  



«Vielleicht braucht er mehr Follower»

Auch Dirk Hordorff glaubt nicht, dass eine Vereinigung der Verbände die Probleme des internationalen Tennis lösen kann – und erklärt, wieso: «Das ist kurz gedacht und nicht ausreichend. Das fängt bei der ITF und den Grand Slams an. Das sind die entscheidenden Ansatzpunkte», gibt der DTB-Vizepräsident zu bedenken.

Bislang ist die ATP für die Herren- und die WTA für die Damen-Tour verantwortlich. Zudem gibt es noch den Weltverband ITF und die vier Grand-Slam-Turnier-Veranstalter in Melbourne, Paris, London und New York.

Hordorff missfällt aber nicht nur Federers Vorschlag, sondern auch den gewählten Zeitpunkt, diesen zu kommunizieren. «Ich sehe das auch etwas kritisch, jetzt diese medienfreie Zeit zu nutzen, - vielleicht braucht er auch mehr Follower auf seinem Twitter-Account - um einfach so einen Vorschlag rauszuhauen, ohne Substanz», poltert der Deutsche.



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