Wimbledon-Ticker Wimbledon-Ticker: Federer siegt und gönnt sich eine Wurst ++ Venus Williams verliert Marathon-Match ++ Monfils schaltet Querrey aus ++ Vekic weiterhin ohne Satzverlust ++ Zverev dreht Partie souverän

Aus Wimbledon: Roman Müller

6.7.2018

Nach dem heutigen Sieg über Jan-Lennard Struff gönnt sich Roger Federer eine Schweizer Wurst.
Nach dem heutigen Sieg über Jan-Lennard Struff gönnt sich Roger Federer eine Schweizer Wurst.
Bild: Keystone / Montage Teleclub

Endlich Wimbledon: Parallel zur Fussball-WM findet im Südwesten von London das wichtigste Tennis-Turnier des Jahres statt. Hier halten wir Sie analog zur Fussball-WM mit einem Tagesticker über die wichtigsten Geschehnisse auf dem Laufenden.


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Die wichtigsten Spiele des Tages

«Heute Abend gibt's Würste aus der Schweiz»

Roger Federer erreicht die Achtelfinals ohne Satzverluft und blickt verständlicherweise sehr zufrieden auf die erste Woche in Wimbledon zurück: «Es war meine grosse Hoffnung, dass ich dank den Vorbereitungen in Stuttgart und Halle gut hier durch die erste Woche komme. Ich hatte sicher ein wenig Glück mit dem Tableu, es sind auch ein paar Spieler gescheitert. Ich bin natürlich sehr zufrieden damit, wie es bis jetzt gelaufen ist. Ich habe kaum Energie verbraucht. Aber das alles nützt mir nichts, falls ich jetzt am Montag verlieren würde», sagt er an der Pressekonferenz nach dem Spiel. Als er am Ende noch gefragt wird, ob und wie er auf seine Ernährung achte, antwortet er mit cool: «Heute Abend grillieren wir. Wir haben Würste mitgenommen aus der Schweiz. Darauf freue ich mich jetzt.»

Federer bezwingt Struff ohne Probleme

Roger Federer erreicht die Achtelfinals ohne Satzverlust. Obwohl Struff zeitweise ganz gutes Tennis zeigte, war im Federer stets eine Nasenlänge voraus. Schlussendlich war es ein problemloser Dreisatzsieg für den Baselbieter. Im Video oben gibt's die Highlights des Spiels. Im Achtelfinal wartet der Franzose Adrian Mannarino (ATP 26), der gegen den Russen Daniil Medwedew über die volle Distanz von fünf Sätzen musste. Hier geht's zum Match-Bericht.

Williams schlägt Kiki und Kiki schlägt Williams

Verwirrt? Wir waren's auch für einen Moment. Die Niederländerin Kiki Bertens bezwingt in der dritten Runde die fünfache Wimbledon-Championne Venus Williams. Und fast zeitgleich bezwingt Venus' Schwester Serena die Französisin Kristina «Kiki» Mladenovic. Hier geht's zum Match-Bericht der beiden.

«Danke Monfils!» – Der Franzose schaltet Querrey aus

Der Franzose Gaël Monfils hat mit Sam Querrey einen Halbfinalisten des letzten Jahres ausgeschaltet. Damit fällt einer der vier Auschlagriesen in Roger Federers Tableauhälfte weg. Neben Querrey sind das noch Kevin Anderson, der Philipp Kohlschreiber bezwang, sowie Milos Raonic und John Inser. Monfils bezwang Querrey in 4 Sätzen 5:7, 6:4, 6:4, 6:2 und zeigte dabei immer wieder Schläge, die das Publikum aus den Sitzen riss. Wie etwa diesen unten im Video.

Bereits in Runde 2 zeigte Monfils einige Superschläge

Donna Vekic weiterhin ohne Satzverlust

Donna Vekic, die Freundin von Stan Wawrinka, nimmt auch die dritte Hürde in Wimbledon. Die 22-jährige Kroatin setzt sich gegen Yanina Wickmayer 7:6 (7:2) und 6:1 durch. Für Vekic war es bereits vor dieser Partie das bisher erfolgreichste Wimbledon-Turnier ihrer Karriere. Zuvor hatte sie es nie über die zweite Runde hinaus geschafft. Im Achtelfinal trifft sie nun entweder auf die Deutsche Julia Görges oder auf die Tschechin Barbora Strycova.

Zverev tat die Pause gut

Sascha Zverev (ATP 3) zeigt nach einem 1:2-Satzrückstand eine starke Reaktion. Die Partie gegen den Amerikaner Taylor Fritz (ATP 68) wurde am Donnerstag wegen Dunkelheit unterbochen. Heute liess der Deutsche aber gar nichts mehr anbrennen und gewann die Sätze 4 und 5 in nur 62 Minuten 6:1 und 6:2. Sein nächster Gegner ist der Lette Ernests Gulbis (ATP 138).

Schön auf den Punkt gebracht, Herr Paganini!

Der . des Tages

Apropos Punkt: Der Punkt des 4. Tages kommt vom Griechen Stefanos Tsitsipas. Der bestplatzierteste U20-Spieler der Tour zeigt hier einen «Becker-Hecht» aller erster Güte. So was geht nur auf Rasen - zumindest ohne tiefe Schürfwunden.

Herrliche Momente des 4. Tages

Schiedsrichter Keothavong muss Nick Kyrgios den Tennissport erklären, sein Gegner Robin Haase wehrt sich gegen plappernde Matchbesucher und die Teletubbies statten Wimbledon einen Besuch ab.

Backflash: Das beste Spiel aller Zeiten

Heute vor genau zehn Jahren schrieben Roger Federer und Rafael Nadal Sportgeschichte. Im Wimbledonfinal spielten sie den für viele besten Tennismatch aller Zeiten. Mittlerweile kann auch Federer der Niederlage etwas Gutes abgewinnen.
=> Hier gehts zur Story

Zverevs Hängepartie

Wäre für Alexander Zverev alles wie gewünscht verlaufen, hätte er bereits am Donnerstag den Einzug in die dritte Runde gefeiert. Doch dazu kam es nicht. Im Gegenteil. Zverev kämpft heute Freitag gegen das drohende Zweitrunden-Aus

6:4, 5:7, 6:7 (0:7) – Bei diesem Spielstand aus der Sicht von Zverev wird die Zweitrundenpartie fortgesetzt. Gegen den stark aufspielenden 20-jährigen US-Amerikaner sind Zverevs Kämpferqualitäten gefragt. Der Hamburger muss zwei Sätze gewinnen, sonst ist Wimbledon für ihn beendet. Dass er Aufholjagden kann, hat der 21-Jährige bei den French Open in Paris bewiesen, als er dreimal nacheinander einen 1:2-Satzrückstand noch wettmachte. Das Spiel geht um ca. 14 Uhr Schweizer Zeit weiter – zum Ticker.

Federer nicht vor 18 Uhr Schweizer Zeit

Roger Federer, der letzte Schweizer im Männerfeld, ist am Freitag  als drittes Spiel auf dem Centre Court angesetzt. Der Titelverteidiger beginnt seine Drittrundenpartie gegen den Deutschen Jan-Lennard Struff (ATP 64) etwa um 18 Uhr Schweizer Zeit. Beide bisherigen Duelle gewann Federer ohne Satzverlust (zum Live-Ticker).

Eigentlich spricht gegen den Rekord-Grand-Slam-Sieger kaum etwas für einen Sieg des Aussenseiters aus dem Sauerland. Der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker traut dem 28-Jährigen dennoch zu, Federer «ärgern» zu können. «Er kann ihm einen Satz oder mehr abnehmen» ... wir werden sehen.

Bencic von sich selbst überrascht – «Hatte das Gefühl, die Welt sei gegen mich»

Belinda Bencic (WTA 56) nach ihrem Sieg und abgewehrten Matchbällen gegen Alison Riske: «Ich weiss auch nicht, wie ich die Wende geschafft habe.» Zu Beginn habe Riske «unglaublich gut» gespielt. «Ich hatte nicht das Gefühl, etwas falsch zu machen. Das war frustrierend, aber ich habe einfach versucht, immer dran zu bleiben.» Bereits vor fünf Wochen in Paris hatte sie gegen die Italienerin Deborah Chiesa fünf Matchbälle abgewehrt und noch gewonnen. Diesmal war das Niveau allerdings viel höher.

Wie sehr sie den Sieg wollte zeigte Bencic, indem sie sich auf dem kleinen Court 16, der nicht über Hawkeye verfügt, immer wieder mit dem Schiedsrichter anlegte. «Ich weiss, die machen auch nur ihren Job. Aber ich hatte das Gefühl, die ganze Welt sei gegen mich. Und im Tiebreak war ich mit den Nerven voll am Limit.» Es half ihr jedenfalls, sich immer wieder zu pushen. Dennoch verlor sie nie den Fokus.

Als nächstes trifft Bencic am Samstag auf die als Nummer 27 gesetzte Spanierin Carla Suarez Navarro. Letztmals hatte sie an einem Grand-Slam-Turnier vor fast zwei Jahren in New York zwei Runden überstanden. Danach machten ihr immer wieder Verletzungen zu schaffen. 

Frühes Aus für Titelverteidigerin Muguruza

Garbiñe Muguruza kann ihren Titel in Wimbledon nicht mehr verteidigen. Für die Vorjahressiegerin endete am Donnerstag mit dem 7:5, 2:6, 1:6 gegen die Belgierin Alison Van Uytvanck das Rasenturnier im Südwesten Londons sensationell schon in der zweiten Runde. Damit setzten sich die zahlreichen Überraschungen bei den Frauen fort. Sechs der ersten Zehn der Setzliste sind bereits ausgeschieden.

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