Leichtathletik

Ditaji Kambundji und Audrey Werro im Schaufenster

tw, sda

11.6.2022 - 20:32

Ditaji Kambundji in überzeugender Form.
Bild: Keystone

Am internationalen Genfer Leichtathletik-Meeting «Atleticagenève» überzeugen aus Schweizer Sicht insbesondere Ditaji Kambundji und Audrey Werro.

tw, sda

11.6.2022 - 20:32

Für den ersten Schweizer Glanzpunkt sorgte Ditaji Kambundji vom ST Bern. Die U20-Europameisterin lief im Final in 12,81 Sekunden als Dritte ins Ziel. Damit unterbot sie nicht nur die Limite für die EM in München (12,93), sondern auch jene für die WM im Juli in Eugene (USA/12,84). Ihre persönliche Bestzeit senkte sie gleich um 13 Hundertstel. Mit dieser Leistung reihte sich Kambundji in der europäischen Saisonbestenliste an 4. Position ein.

Die Mittelstreckenläuferin Audrey Werro (CA Belfaux) schlug im 800-m-Lauf von Beginn weg ein horrendes Tempo an und zog auf der Zielgerade allen Gegnerinnen davon. Die U20-Europameisterin schlug nach 2:00,28 Minuten an, womit sie auf grossartige Weise die EM-Limite (2:00,40) unterbot. Ausserdem verbesserte die 18-jährige Freiburgerin die Schweizer Rekorde in den Altersklassen U23 und U20 (bisher Delia Sclabas 2:01,29).

Im 100-m-Sprint der Frauen siegte Ajla Del Ponte (US Ascona) auf überzeugende Weise in 11,16 Sekunden. So schnell ist die Hallen-Europameisterin in diesem Jahr noch nie gelaufen. Allerdings war die Windunterstützung mit 2,4 m/s zu stark, so dass die Leistung keine Aufnahme in die Bestenlisten findet.

Einen erfolgreichen Auftritt hatte der Hochspringer Loïc Gasch (US Yverdon). Der Silbermedaillengewinner der Hallen-WM im März in Belgrad nutzte seinen ersten Wettkampf in der Schweiz in diesem Jahr für eine tolle Leistung. Er gewann den Wettkampf mit 2,27 m. Auf 2,30 m scheiterte Gasch nur knapp.

Das nächste internationale Meeting in der Schweiz steht kommenden Dienstag im Programm. Beim CITIUS-Meeting in Bern messen sich wieder zahlreiche Schweizer Athletinnen und Athleten mit internationaler Konkurrenz. Die Schweizer Meisterschaften folgen am 24./25. Juni in Zürich.

tw, sda