Sprunger, Wilson und Büchel souverän im Final

SDA

8.8.2018 - 20:19

Lea Sprunger freut sich beim Zieleinlauf.
Source: KEYSTONE/AP dpa/SVEN HOPPE

Lea Sprunger ist an den EM in Berlin ihrer Favoritenrolle über 400 m Hürden vollauf gerecht geworden.

Die Westschweizerin gewann ihre Halbfinalserie nach einem technisch ordentlichen Lauf in guten 55,04 Sekunden. Dies obwohl sie eher verhalten anlief und auf den letzten 30 Metern sichtlich Tempo raus nahm.

Robine Schürmann hingegen schied aus. Sie blieb in 55,89 Sekunden rund drei Zehntel über ihrer Saisonbestleistung. Schürmann wurde in ihrem Vorlauf, der von der Britin Eilidh Doyle in 55,16 gewonnen wurde, Vierte. Die junge Yasmin Giger blieb in 56,81 chancenlos.

Die Titelverteidigerin Sara Slott Petersen aus Dänemark schied aus. Sie war nach einer Verletzung noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Die beste Halbfinalzeit legte die Ukrainerin Anna Ryschykowa in die Bahn (54,82).

Selina Büchel steht über 800 m im Final. Die Toggenburgerin erreichte in ihrer Serie in 2:02,84 den 3. Rang, der zum direkten Einzug in den Endlauf reichte. Büchel hielt in einem taktischen Lauf die Nerven im Griff und vertraute auf ihre Endschnelligkeit. Auf der Zielgeraden war sie zwar hinter den beiden Führenden eingeklemmt, seitlich kam aber keine Athletin mehr vorbei.

Die Walliserin Lore Hoffmann startete im zweiten, schnelleren Lauf. Platz 5 hätte gereicht. Das Tempo mit 2:00,47 für den Finaleinzug war aber zu hoch. Immerhin senkte Hoffmann ihre persönliche Bestzeit auf 2:01,67 Minuten.

Alex Wilson überzeugte in den Halbfinals über die 200 m. Obwohl er in seinen Lauf nicht durchzog, kam er in 20,16 Sekunden bis auf 2 Hundertstel an seinen Schweizer Rekord heran. Wilson, die Nummer 3 der europäischen Saisonbestenliste, zieht mit dem besten Halbfinal-Resultat in den Endlauf ein.

«Ich konnte locker laufen», betonte er. Er habe noch Reserven, er fürchte am Donnerstagabend keine Gegner. «Ich freue mich.» Mit Wilsons Vorstellung im Halbfinal wäre alles andere als eine Medaille in seiner Paradedisziplin eine Enttäuschung.

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