Harter Weg zurück

Nach Horror-Sturz: Jakobsen bekommt ein neues Gesicht

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2.10.2020

Fabio Jakobsen (links im Hintergrund) zog sich bei einem Crash mit Dylan Groenewegen (in gelb) schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen zu.
Bild: Getty

Der Horror-Sturz von Fabio Jakobsen an der Polen-Rundfahrt schockierte im August die Sportwelt. Der Niederländer verlor dabei fast sein Leben. Jetzt meldet sich der 24-Jährige mit einem Instagram-Post zu Wort und berichtet, wie es um ihn steht. 

Die gesamte Sportwelt hielt am 5. August dieses Jahres den Atem an, als Fabio Jakobsen an der Polen-Rundfahrt nach einem Crash beim Zielsprint in die Bande krachte und lebensgefährliche Verletzungen erlitt. Sein holländischer Landsmann Dylan Groenewegen hatte ihm den Weg abgeschnitten, weshalb er bei Tempo 80 mit voller Wucht in die Metallbande krachte. Videoaufnahmen zeigen, wie der 24-Jährige vor dem Aufprall den Helm verlor und damit ungeschützt in die Absperrung flog.



Jakobsen wurde ins künstliche Koma versetzt, schwebte in Lebensgefahr. Zwei Tage nach dem schweren Unfall kam die Entwarnung: Jakobsen war aus dem Koma erwacht, sein Zustand stabil. Mittlerweile sind knapp acht Wochen vergangen – und Jakobsen kämpft sich ins Leben zurück.

Der Radprofi postet ein Foto auf Instagram, das ihn von hinten zeigt. «Zunächst musste ich mich lange Zeit von meinem Schädel-Hirn-Trauma und anderen Verletzungen erholen. Die Wunden und Narben in meinem Gesicht heilen gut», schreibt Jakobsen. Sein Gesicht will er seinen Followern aber nicht zeigen. Er verrät stattdessen, was als Nächstes auf ihn zukommt: eine Gesichtsrekonstruktion.

«Am 8. Oktober werde ich zum zweiten Mal operiert, um mein Gesicht und meinen Mund zu rekonstruieren. Bei der Operation wird Knochen aus meinem Beckenkamm in meinen Ober- und Unterkiefer eingesetzt, da dort viel Knochen fehlt», erklärt Jakobsen. «Das muss einige Monate heilen. Danach wird eine weitere Operation durchgeführt, um Implantate in meinen Kiefer einzusetzen, damit ich neue Zähne bekommen kann. Die habe ich bei meinem Unfall verloren.»

Noch wird es also eine Weile dauern, bis der Fahrer vom Team Etixx-Quick Step wieder Radrennen absolvieren kann. In erster Linie wird Jakobsen aber froh sein, nach seinem Horror-Sturz überhaupt ein Licht am Ende des Tunnels sehen zu können.

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