«Unglaublich inspirierend» – Amerikaner schafft Ironman mit Down-Syndrom

dpa

8.11.2020

Chris Nikic (l.) hat Sportgeschichte geschrieben.
Bild: Getty

Chris Nikic hat es geschafft und nach Angaben der Veranstalter als erster Sportler mit Down-Syndrom einen Ironman absolviert.

Mit den Händen jubelnd nach oben gereckt, überquerte der 21 Jahre alte Amerikaner in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Ziellinie in Panama Beach City im US-Bundesstaat Florida.

«Für Chris war das Rennen mehr als nur die Ziellinie und die Siegerfeiern», sagte Vater Nik Nikic. «Es war ein Beispiel, um auch anderen Kindern und Familien, die ähnliche Hindernisse zu überwinden haben, zu zeigen, dass kein Traum zu gross oder kein Ziel zu hoch ist.»

Für die 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen benötigte Chris Nikic beim Ironman Florida inoffiziell 16:46:09 Stunden. Beim Schwimmen und Laufen war er mit seinem Trainer Dan Grieb mit einem Gurt verbunden. Im Ziel umarmten sich beide innig. «Ich habe Gänsehaut, so unglaublich inspirierend», schrieb der 37-jährige Ironman-WM-Fünfte von 2019, Cameron Wurf aus Australien.

Erst mit vier Jahren konnte Chris Nikic ohne Gehhilfe laufen, seine Muskelstärke und Muskelspannung prägten sich nicht wie bei Menschen ohne Down-Syndrom aus. Vor vier Jahren hatte er sich gleich vier Ohrenoperationen unterziehen müssen. Wenn er einen Ironman schaffe, könne er auch sonst im Leben alles bewältigen, so das Credo des 21-Jährigen aus Maitland.

In der ersten Jahreshälfte hatte er nach der Absage eines Rennens über die halbe Ironman-Distanz einen improvisierten Wettkampf über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen absolviert. Beim Ironman Florida liess er sich nun auch von einem Crash mit dem Rad und einem leicht blutenden Knie sowie Ameisenbissen nicht aufhalten. «Aufgeben ist keine Option für Chris», sagte sein Coach vor dem Rennen.


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