Handball

Wegen Corona: Die Schweiz erhält in letzter Sekunde das WM-Ticket

sda

12.1.2021 - 22:41

Switzerland's head coach Michael Suter reacts during the Yellow Cup Handball game between Switzerland and Tunisia in Switzerland, Winterthur, Saturday 04 January 2020. (KEYSTONE/Ennio Leanza)Rasches Kofferpacken: Michael Suter und die Schweizer Nationalmannschaft reisen doch noch an die WM in Ägypten
Rasches Kofferpacken: Michael Suter und die Schweizer Nationalmannschaft reisen doch noch an die WM in Ägypten.
Bild: Keystone

Die Schweizer Handballer schaffen es auf Abwegen noch an die WM (13. bis 31. Januar) in Ägypten. Das Coronavirus wirbelt das Teilnehmerfeld am Tag vor dem Auftakt zugunsten der Schweiz durcheinander.

Die Schweizer WM-Teilnahme hatte sich im Verlauf vom Dienstag immer stärker angedeutet. Die Nationalteams der USA, Tschechiens und aus den Kap Verden informierten im Verlauf des Tages über zahlreiche mit dem Corona infizierte Teammitglieder und zogen am Abend Konsequenzen. In einem ersten Schritt informierte Tschechien über seinen Rückzug von den Titelkämpfen, womit es den auf Pikett stehenden Nordmazedoniern den Platz überliess.

Als sich wenig später auch die Amerikaner zurückzogen – sie hatten anfänglich den Plan verfolgt, mit einem Rumpfteam nach Ägypten zu reisen -, kam auch das Schweizer Nationalteam kurzfristig zum Handkuss. Das Team von Nationalcoach Michael Suter erbt nun den Platz der Amerikaner in Gruppe E und trifft dort voraussichtlich ab Donnerstag auf Österreich, Frankreich und Norwegen.

Das glückhafte Nachrücken der Schweiz ist auch eine Genugtuung. Die Schweizer waren mit der Absage der WM-Playoffspiele gegen Island der sportlichen Chance beraubt worden, sich für Ägypten zu qualifizieren. Während es die Schweiz lediglich auf die Pikett-Liste geschafft hatte, erhielten mit Polen und Russland zwei Teams eine Wildcard für die WM, die an der letztjährigen EM klar schlechter klassiert gewesen waren.

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport

sda