Neue iPads, Abo-Bündel und Apple Watch, die Sauerstoff im Blut misst

SDA/dor/tgab

15.9.2020 - 19:38

Apples operativer Chef Jeff Williams stellte am Dienstag bei einem aus der Konzernzentrale in Cupertino die neue Apple Watch Series 6 vor, die beispielsweise den Sauerstoffgehalt im Blut erkennen können sollen.
Bild: Keystone/Apple via AP

Apple wartet mit neuen Modellen seiner Smartwatch, neuen iPads und einem Sammelabo auf. Über das iPhone verliert der Technologiekonzern aus dem Silicon Valley kein Wort. Das sind die Neuheiten.

Apple verstärkt bei seiner erfolgreichen Apple Watch den Fokus auf Fitness und Gesundheit. Die am Dienstag vorgestellte Apple Watch Series 6 kann nun auch den Sauerstoff-Gehalt des Bluts ermitteln, wie Apple in einer Online-Präsentation am Dienstag ankündigte.

Der Wert gilt als ein wichtiger Indikator für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems. Apple ermittelt ihn mit Hilfe eines neuen Sensors, der rotes und infrarotes Licht nutzt und die Farbe des Blutes erkennt.

Apple hält seit dem Verkaufsstart der ersten Apple Watch 2015 eine führende Position im Geschäft mit Smartwatches. Das Weihnachtsquartal ist traditionell besonders wichtig für den Absatz. Deshalb wurden neue Modelle zuletzt stets im Herbst vorgestellt.

Die neue Apple Watch 6 bekommt auch einen neuen Chip, der bei zu 20 Prozent schneller sein soll und weitere Gehäusefarben. Zugleich bietet der Konzern erstmals auch ein günstigeres neues Modell an, die Apple Watch SE, mit weniger Funktionen an. Sie wird in den USA ab 279 Dollar zu haben sein. Bisher verkaufte Apple einfach das Vorjahresmodell günstiger.

Abo-Bündel und möglicherweise im Oktober neue iPhones

Neben seinen neuen Uhren-Modellen führt Apple auch zwei neue iPads ein. So bekommt die neue Version des Einsteiger-iPads einen schnelleren Prozessor, verändert sich aber im Design nicht. Das iPad Air der vierten Generation hingegen ähnelt nun dem iPad Pro und hat ein im Vergleich zum Vorgängermodell grösseres 10,9 Zoll Display mit nur noch einem schmalen Rahmen. Entsperrt wird das Gerät künftig via Touch-ID über den Einschaltknopf, nicht mehr wie bisher über den Homebutton.

Das nach Marktkapitalisierung zweitwertvollste Unternehmen der Welt stellte ausserdem die von der Wall Street ungeduldig erwarteten Abobündel vor, mit denen die Nutzer noch enger an die Produkte des Konzerns gebunden und das Umsatzwachstum gewährleistet werden sollen: Apple One macht Apple Music, Apple TV, den Spieledienst Arcade und die 50 GB iCloud-Speicher ab Herbst kombiniert verfügbar – für Einzelpersonen ab 18.50 Franken im Monat, für Familien für 25.50 Franken. In einem Premium-Paket, das allerdings in der Schweiz vorerst nicht verfügbar sein wird, sind noch mehr iCloud-Speicher und zusätzlich der Mediendienst Apple News+ und der neue Sportdienst Fitness+ integriert.

Über das iPhone verlor Apple am Dienstag kein Wort. Traditionell stellt der Konzern bei seinen September-Events neue iPhones vor. Angesichts der Corona-Pandemie werden sie in diesem Jahr später erwartet, laut Medienberichten voraussichtlich im Oktober. Analysten und andere Apple-Beobachter rechnen mit Modellen, die für den superschnellen 5G-Datenfunk gerüstet sidn.

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