Kleiner Vorgeschmack

«FIFA 19» wird grossartig: Das sind die zehn wichtigsten Neuerungen

Olaf Bleich

5.8.2018

Die WM ist vorbei, jetzt wird wieder Fussball gespielt: Das neue «FIFA» bringt erstaunlich viele Innovationen auf den virtuellen Rasen.
EA Sports

Die neue Saison geht los: «FIFA 19», die Fussball-Simulation von EA Sports, präsentiert sich im ersten Test innovativ wie selten zuvor. Wir stellen die zehn wichtigsten Neuerungen vor.

FIFA ist ein Game der Superlative: Jedes Jahr verkauft sich der aktuelle Fussball-Titel millionenfach, 2017 dürften rund 42 Millionen Spieler virtuell gekickt haben und FIFA 18 wurde an einem Weekend gar von 1,6 Millionen Spielern gleichzeitig gespielt. Dies alles macht FIFA zu einem der Top-Titel, in dem sich auch eSports-Spieler weltweit messen

Naturgemäss werden Neuauflagen des Spiels von der riesigen Fangemeinde mit Argusaugen beobachtet: Was ist neu, was ändert sich dieses Jahr?

«Bluewin» war dabei, als Publisher «Electronic Arts» in die in die Münchner Allianz-Arena einlud, dem Heim des deutschen Top-Clubs FC Bayern München. Hier fand die erste, ausführliche Präsentation der Fussball-Simulation statt.  Und entgegen aller Befürchtungen handelt es sich dabei nicht um ein müdes Update, sondern um eine Wundertüte mit vielen Innovationen. Das sind die zehn besten neuen Features in «FIFA 19»: 

1. Neu mit Champions- und Europa League

Konamis Leid ist EA Sports Freud: Bereits zur Spielemesse E3 in Los Angeles kündigte das Unternehmen die Integration von UEFA Champions League, UEFA Europa League und UEFA Super Cup in «FIFA 19» an. Die Nutzer entscheiden selbst, ob sie den aktuellen Wettbewerb nachspielen oder doch lieber ein eigenes Turnier ausrichten möchten. Sehr schön: Die neuen Lizenzen erhalten die aus dem Fernsehen bekannten Intros mitsamt Hymnen und Stadiondeko. Im Karrieremodus werden diese Neuverpflichtungen ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Erstmals mit dabei: Die Champions League. Ronaldo ist allerdings noch im falschen Trikot.
EA Sports

2. Neue «House Rules» für mehr Spannung

Wer es weniger authentisch mag, der greift auf die so genannten «House Rules» zurück. Diese speziellen Spielmodi setzen auf ein abgeändertes Regelwerk. In «Survival» fliegt bei einem Tor ein Spieler der erfolgreichen Mannschaft vom Platz. Das sorgt für mehr Raum auf dem Feld und gibt unterlegenen Teams die Gelegenheit, aufzuholen. In «Headers & Volleys» zählen lediglich Kopfbälle und Direktabnahmen. Und wer möchte, verzichtet gleich komplett auf gelbe und rote Karten. Die «House Rules» sind sicher nichts für die Langzeitmotivation, dafür aber etwas für den launigen Abend mit Freunden.

3. Eigenen Spielfortschritt im Auge behalten

EA Sports erweitert zudem das Kick-Off-System. Das Spiel speichert nun sämtliche Fortschritte und zeigt die persönliche Entwicklung der Benutzer anhand zusätzlicher Statistiken. Praktisch: Das eigene Profil nimmt man nun mit in alle Optionen und sogar auf andere Systeme. Das sorgt für einen kontinuierlichen Fortschritt.

4. Mehr taktische Möglichkeiten

Die mangelhaften Team-Strategien waren ein grosser Nachteil der «FIFA»-Serie gegenüber «Pro Evolution Soccer». Das ist nun vorbei! Im Vorfeld legen Möchtegern-Fussballlehrer ab sofort eigene Marschrouten fest. Diese bestehen aus Formationen, aber auch aus taktischen Winkelzügen wie Pressing, Abseitsfalle oder dem Auseinanderziehen des Spiels. Hilfetexte erklären Vor- und Nachteile, mit Schiebereglern bestimmt man die Ausrichtung der Mannschaft.

5. Gedrosseltes Spieltempo

«FIFA 19» baut auf dem technischen Grundgerüst seines Vorgängers auf. Details wie etwa die Gesichter der Stars wurden verbessert, aber auf dem Platz fällt besonders das spürbar gedrosselte Spieltempo der Vorschauversion auf. Spieler bewegen sich langsamer, was einem mehr Zeit für das Beobachten des Feldes gibt. Die Kicker bieten sich aktiv an und suchen immer wieder Freiräume. «FIFA 19» gibt sich dadurch anspruchsvoller, aber auch facettenreicher als zuvor.

6. Die Feinheiten der Ballannahme

Dank des so genannten «Active Touch Systems» reagieren die Spieler auf die Position des Balls bei Zuspielen. Besonders gute Techniker wie Neymar und Ronaldo streuen immer wieder kleinere Kabinettstückchen wie Hackentricks ein. Gross gewachsene Verteidiger wie Mats Hummels vom FC Bayern München strecken sich mit Leibeskräften nach unpräzisen Bällen. EA Sports erweitert somit sein Animationssystem und fügt viele Unwägbarkeiten hinzu. Dadurch gibt es speziell im Kurzpassspiel immer wieder Überraschungen, was den Ablauf deutlich realistischer erscheinen lässt.

7. Zusätzliche Möglichkeiten im Spiel

Doch die neuen Ballannahmen sind nur ein Teil der Innovationen. EA Sports überarbeitet die Ballphysik und die Zweikämpfe. Früher konnte man seinem Gegenüber problemlos das Leder ablaufen, ohne dass der Angreifer eine Chance zur Rückeroberung hatte. In «FIFA 19» agieren die Fussballer aktiver und stehen auch nach gescheiterten Aktionen wieder auf und setzen nach.

Zugleich berechnet «FIFA 19» nun Kollisionen zwischen Spieler und Ball absolut korrekt. Dadurch kommt es etwa zu Pressschlägen oder gelegentlichen Stolperern im Zweikampf. Solche Momente stören zwar den einstmals flotten Fluss des Spiels, machen es aber auch realistischer.

Ebenfalls beachtenswert: Mit einem Klick auf den rechten Analog-Stick hebt man nun den Ball hoch und jongliert ihn munter in der Luft. Dadurch legen sich Stars wie Pogba oder Griezmann das Leder zu Volleys vor oder lupfen es über ihre Gegenspieler hinweg. Das System funktioniert kinderleicht. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die so genannten «Flicks» nicht zu übermächtig sein werden.

8. Mit perfektem Timing zum Torerfolg

In eine ähnliche Kerbe schlagen die «Timed Finishes». Während Anfänger und Fortgeschrittene weiterhin auf die gewohnte Schussmechanik setzen, erhalten Profis eine riskante, aber effektive Alternative. Mit einem Doppelklick auf die Schusstaste öffnet sich ein kurzes Zeitfenster für den perfekten Abschluss und einen damit verbundenen Reaktionstest. Nur wenn man den korrekten Moment findet, gelingt ein besonders wuchtiger Schuss oder Kopfball. Ansonsten aber landet das Leder auf der Tribüne. Ein farbiger Indikator zeigt an, ob dieses Kunststück gelingt. Diese Aktion bleibt optional und kann auch im Spielmenü deaktiviert werden.

9. Rivalitäten im Ultimate Team

Der Sammelkartenmodus «FIFA Ultimate Team» gehört seit jeher zu den beliebtesten Spielarten der Fussball-Simulation. «FIFA 19» ersetzt die Online-Ligen durch die «Division-Rivals». Es geht diesmal weniger um den ständigen Aufstieg in immer höhere Klassen, sondern um steten Wettbewerb mit anderen Online-Gamern auf einem ähnlichen Niveau. Dazu gibt es die aus fünf Rängen bestehenden Weekly Competitions und Weekend Leagues. Verdiente Punkte zählen turnierübergreifend. Und die Belohnungen – also Coins, Packs oder Punkte – wählt man künftig selbst aus. Kapitän Zufall spielt also nicht mehr mit.

10. Frische Präsentation und neue Legenden

Zudem verpasst EA Sports dem Ultimate Team eine Frischzellenkur. Die Menüs – gerade beim Erstellen einer neuen Mannschaft – sind übersichtlicher. Die Spielerkarten selbst wirken edler und beim Erhalten besonders seltener Kicker gibt es hübsche Animationen, in denen sich die neuen Stars vorstellen. Ebenfalls nett: Action-Bilder der Akteure prangen auf besonders raren Karten. Und natürlich kommen mit über zehn Legenden wie Johann Cruyff, Clarence Seedorf oder Miroslav Klose neue Veteranen hinzu.

Ab dem 28. September kann man wieder kicken.
EA Sports

Fazit

Kurzum: «FIFA 19» setzt dort an, wo «FIFA 18» aufhörte: Nur eben besser ausbalanciert, anspruchsvoller und fordernder.

«FIFA 19» erscheint am 28. September 2018 für PC, PlayStation 4 und Xbox One. Die Version für Nintendo Switch kommt ebenfalls zeitgleich, weicht aber in gewissen Elementen leicht von der hier vorgestellten Variante ab, da das Spiel auf Switch auch im portablen Handheld-Modus gespielt werden kann.

Hinweis: Die GAMES.CH-Redaktion berichtet regelmässig für «Bluewin» über Spannendes aus der Spielewelt, ob für Smartphones, Konsolen oder PC.

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