Federer bekommt in Melbourne von «Fortnite» Konkurrenz

8.1.2019 - 14:05, Martin Abgottspon

Die Australian Open wollen mit einem «Fortnite»-Turnier neue Zuschauer erreichen.
Bild: Getty Images / Epic Games

eSports hält nun auch Einzug in der Tennis-Welt. Während den Australian Open wird zeitgleich ein «Fortnite»-Turnier durchgeführt, bei dem man richtig gutes Geld machen kann.

In Roland Garros und Wimbledon ist die Tennis-Szene bis heute sehr traditionell unterwegs. Melbourne ist da wesentlich offener, was man schon an der Stimmung auf dem Gelände erfährt. Nicht selten fühlt man sich am «Happy Slam» beinahe wie an einem Openair-Konzert.

In diesem Sinn sind die Australier auch neuen Trends gegenüber eher progressiv eingestellt. Das ist sicherlich mit ein Grund, warum dieses Jahr erstmals zeitgleich mit den Australian Open auch ein Fortnite-Turnier stattfindet. «Fortnite Summer Smash» lautet der Name des Wettbewerbs und dabei geht es immerhin um satte  500'000 australische Dollar an Preisgeldern  (knapp 350'000 Franken). Parallel zu den Tennis-Finals der Australian Open wird am 26. und 27. Januar in Melbourne sowohl ein Solo- als auch ein Duo-Turnier gespielt.

«Sehr viel mehr Publikum erreichen»

«Fortnite»-Publisher Epic Games hat bereits angekündigt, dass rund 100   «Persönlichkeiten aus der Entertainment-, Gaming- und Sport-Welt» mitmischen werden. Namen kennt man zwar noch keine, aber es ist ja unlängst bekannt, dass Fussballstars wie Mesut Özil oder auch der US-Rapper Drake gerne mal zum Joypad greifen.

Die Kooperation zwischen dem sportlich hoch angesehenen Tennis-Event und dem Battle-Royale-Spiel hat für die Veranstalter einen ganz simplen Hintergrund. Auf der  offiziellen Homepage des Turniers  erklärt Craig Tinley, der Direktor der Australian Open, dass Fortnite ein «globales Phänomen» ist, durch das man einfach sehr viel mehr Publikum erreichen kann.

Wer in den nächsten Wochen vielleicht selber in Australien ist und sein Glück versuchen will, hat Pech gehabt. Das Turnier ist nämlich nur für Australier und Neuseeländer. Wer den Final als Zuschauer live miterleben will, kann sich hier schon mal ein Ticket buchen.

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