«Fuser» – spielend einfach zum Festival-DJ

Fabian Gilgen

25.11.2020 - 10:00

Als Festival-DJ auf der ganz grossen Bühne.
Bild: NCSoft

«Fuser» soll das Rhythmus-Musik-Spielegenre wiederbeleben. Hier wird man zum DJ auf den grossen Bühnen eines Festivals. Anders als in vergangenen Musik-Spielen kreiert der Spieler nun aber seine eigene Musik und spielt sie nicht bloss nach.

Vor etwa 10 Jahren starb der Hype um Musik-Spiele wie «Guitar Hero» oder «Rock Band», bei denen man teils sogar als ganze Band zu viert Plastik-Instrumente und Mikrofon in die Hand genommen hat und seine Lieblingstitel performt hat.

Doch Entwickler Harmonix versucht nun das Genre mit «Fuser» wiederzubeleben, das den Spieler zum Festival-DJ erhebt. Hierbei bedient er aber nicht etwa ein Plastik-Mischpult, wie es bei «DJ Hero» der Fall war, und spielt bekannte Lieder nach, indem er zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Knöpfe auf dem Pult betätigt oder die Disk dreht. Bei «Fuser» geht es zwar immer noch um das richtige Rhythmusgefühl, mit dem Unterschied, dass der Spieler nun seine eigenen Musik-Mixes produziert. So wie das eben auch ein richtiger DJ macht.

Der Trailer zu «Fuser».

Video: Youtube

Lehrgang als DJ

In der Kampagne wird der Spieler mit seinem individuell gestylten aufstrebenden DJ von Mentor zu Mentor weitergereicht. Diese bringen ihm auf insgesamt sechs extravagant inszenierten Bühnen, die an Tomorrowland erinnern, die Grundlagen des DJ-Daseins bei. Zuerst lernt der Spieler, wie das Mixen von Musik in «Fuser» grundsätzlich funktioniert.

Das virtuelle Mischpult in «Fuser».
Bild: NCSoft

Hierzu platziert er Beats, Bässe, Instrumente und Vocals aus jeweils verschiedenen Liedern auf den virtuellen Plattentellern und schon hat der Spieler ganz einfach seinen eigenen Mix kreiert. Hierbei greift er auf eine Bibliothek von über 100 Liedern aus verschiedenen Genres und Jahrzehnten zurück, wo Klassiker wie «Never Gonna Give You Up» von Rick Astley, «In Da Club» von 50 Cent und auch aktuellere Titel wie «Bad Guy» von Billie Eilish nicht fehlen dürfen. Bis man aber über die gesamte Bibliothek verfügt, müssen Erfahrungspunkte mit Auftritten gesammelt werden, die dann für einzelne Lieder ausgegeben werden können. Der Weg zur vollen Sammlung gestaltet sich dann jedoch durch das langsame Hochleveln etwas mühselig.

Auch wenn dieses simple Kombinieren von einzelnen Mix-Elementen meistens schon gut klingt, gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, seinem Mix während eines Auftritts seine persönliche Note zu verleihen. Denn neben Änderungen an Tempo, Tonart und Lautstärken kann der Festival-DJ in spe auch Effekte und virtuell gespielte Instrumente einspielen, sodass kein Mix dem anderen gleicht. Und um richtig punkten zu können, muss dies alles passend zum Rhythmus geschehen.



Und wenn der Spieler während der Auftritte in der Kampagne immer wieder auch noch Wünsche aus dem Publikum befriedigen muss, das sich das Auflegen von spezifischen Liedern oder Mix-Elemente wünscht, kann es auch mal richtig hektisch werden.

Ganz entspannt Musik mixen

Dieser Hektik kann man im Freestyle-Modus entgehen. Denn hier wird «Fuser» vom Arcade-Spiel, wie man es aus der Kampagne kennt, zum regelrechten DJ-Instrument. Ganz ohne Zeitdruck kann der Spieler hier nach seinen eigenen Vorstellungen seinen Mix zusammenstellen und damit herumexperimentieren. Die Möglichkeiten sind gross und bieten eine gute Gelegenheit, zu sehen, ob man als DJ taugen würde. Und so könnte man mit «Fuser» auch seine Gäste einer Hausparty musikalisch unterhalten – nach Corona-Regeln versteht sich. Man kann aber seine Reichweite auch ausdehnen, indem man seine Mixes über «Fuser» online teilt oder an Wettbewerben teilnimmt und so Likes und Follower sammelt.



Mehrspieler

Noch kompetitiver geht es im Kämpfe-Modus zu und her. In einem direkten Duell messen sich Spieler dort mit einem zufälligen Kontrahenten. Beide müssen jeweils aufgrund von Vorgaben und Publikumswünschen den besten Mix zusammenstellen. Hier ist vor allem Rhythmusgefühl und Lieder-Wissen gefragt. Einen lokalen Mehrspieler-Modus gibt es in «Fuser» jedoch nicht.

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