Oxford-Studie belegt: Videospiele machen glücklich

Martin Abgottspon

18.11.2020 - 09:49

«Animal Crossing» war eines der untersuchten Spiele der Oxford-Studie.
«Animal Crossing» war eines der untersuchten Spiele der Oxford-Studie.
Nintendo

Forscher der Universität Oxford wollten herausfinden, wie sich Games auf das Wohlbefinden der Spieler auswirken und kamen dabei zu einem positiven Resultat.

Was viele Gamer wohl schon länger vermuten, ist nun auch wissenschaftlich belegt. Videospiele steigern gemäss einer Studie der Universität Oxford das Wohlbefinden. 



Im Rahmen der Forschungsarbeit untersuchten die Studienleiter dabei die beiden Spiele «Animal Crossing» und «Plants vs. Zombies». Zu diesem Zweck wurden sie von Nintendo und EA auch mit Daten beliefert, welche zusammen mit ihren Fragebögen die Grundlagen ihrer Arbeit bilden. 

«Plants vs. Zombies» war das zweite untersuchte Spiel der Studie.
«Plants vs. Zombies» war das zweite untersuchte Spiel der Studie.
Electronic Arts

Was zu viel ist, ist zu viel

Bei den Auswertungen stellten die Forscher einen positiven Zusammenhang zwischen der im Spiel verbrachten Zeit und dem Wohlbefinden der Spieler fest. Allerdings zeigen frühere Studien auch, dass der Glückseffekt mit zunehmender Länge abnimmt und sich schliesslich sogar negativ auf das Wohlbefinden auswirken kann. Auch hier ist also der Genuss im Mass zu empfehlen.

Mehr Daten wären hilfreich

Die Leiter der Studie würden die Arbeit gerne vertiefen. Allerdings wären sie dazu zu grossen Teilen auf die Kooperation mit den Spieleentwicklern angewiesen, wie sie in einer Mitteilung schreiben: «Zukünftige Forschung, die sich auf granulare In-Game-Verhaltensweisen wie Wettbewerb, Zusammenarbeit und Förderung konzentriert, wird in der Lage sein, die psychologischen Angebotscharaktere dieser virtuellen Kontexte aussagekräftiger zu beschreiben.»



«Wir sind optimistisch, dass Kooperationen dieser Art die erforderlichen Erkenntnisse liefern werden, um unser Verständnis des menschlichen Spiels zu verbessern und den politischen Entscheidungsträgern Einblicke zu geben, wie sie unsere Gesundheit zum Guten oder zum Schlechten beeinflussen könnten», heisst es in dem Oxford-Paper.

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