Wie der Kapitol-Sturm auch die Gamer-Szene durchrüttelt

Martin Abgottspon

8.1.2021 - 11:05

Das Emote Pogchamp ist nach dem Sturm auf das Kapitol Geschichte.
Das Emote Pogchamp ist nach dem Sturm auf das Kapitol Geschichte.
Twitch / Getty Images

«Pogchamp» ist auf Gaming-Plattformen wie Twitch ein äusserst beliebtes Emote. Mit dem Sturm auf das Kapitol hat sich das jetzt  schlagartig geändert.

Praktisch jeder Nutzer auf Twitch ist mindestes schon einmal dem Gesicht von Ryan «Gootecks» Gutierrez begegnet. Sein legendärer Gesichtsausdruck wurde vor Jahren schnell zum Meme und hat sich danach auch fest als Emote in der Gaming-Szene etabliert. Immer wenn User ihr Erstaunen zum Ausdruck bringen wollen oder etwas wahnsinnig toll finden, kommt Ryan Gutierrez Gesicht zum Ausdruck.



Damit ist jetzt  Schluss. Twitch hat das Emote nach dem Sturm auf das Kapitol umgehend gesperrt. Grund dafür sind äusserst kontroverse Aussagen von Gutierrez auf Twitter, in welchen er die Taten gewalttätiger Trump-Anhänger verherrlicht. Genauer gesagt sympathisiert er mit einer Randaliererin, die während der Unruhen ums Leben kam, und bezeichnet sie mit dem aktuell bekannten Hashtag "#MAGAMartyr" als Märtyrerin oder Heldin für eine gute Sache.

Twitch will für Ersatz sorgen

Twitch erklärte in einem Statement auf seinem offiziellen Twitter-Kanal, Gootecks würde mit seiner Aussage zum Kapitol Gewalt befürworten, weshalb das PogChamp-Emote nun entfernt wurde. Man könne nicht mehr guten Gewissens weiter verantworten, dass Guitierrez' Gesicht im Chat verwendet würde, hiess es weiter. In einem positiven Nachsatz erklärt Twitch ausserdem, dass man natürlich an einem neuen Emote arbeiten werde, um die besten Momente im Stream weiterhin feiern zu können.



Gutierrez ist bereits in den vorigen Wochen immer wieder mit umstrittenen Aussagen in den sozialen Medien aufgefallen. Dabei zweifelte er etwa die Gültigkeit der US-Wahlen an und machte Stimmung gegen medizinische Corona-Massnahmen.

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