Pflegeheim im Kanton Genf von Hackern attackiert

SDA/dj

21.9.2021 - 12:28

Selbst Pflegeheime sind nicht mehr sicher vor Cyberangriffen (Symbolbild)
Selbst Pflegeheime sind nicht mehr sicher vor Cyberangriffen (Symbolbild)
Keystone

Cyberkriminelle haben offenbar medizinische Daten von Hunderten Genfer Heimbewohner*innen gestohlen und fordern nun ein Lösegeld.

SDA/dj

21.9.2021 - 12:28

Ein Alters- und Pflegeheim in Vessy im Kanton Genf ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Die Heimleitung erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Sie kann nicht ausschliessen, dass die gestohlenen Daten der Bewohnerinnen und Bewohner im Darknet oder im Internet auftauchen.

Die Cyberkriminellen operierten aus dem Ausland und forderten ein Lösegeld, das aber nicht bezahlt wurde, wie die Direktion des 220 Betten zählenden «Maison Vessy» am Montag mitteilte. Die unbekannten Hacker*innen drangen am 12. September ins hausinterne Informatiksystem ein, in dem die medizinischen und persönlichen Daten der Heimbewohner*innen gespeichert sind.

Kein Datenverlust

Diese Daten seien im Vormonat auf einen externen Server kopiert worden, so seien sie glücklicherweise nicht verloren gegangen. «Zum jetzigen Zeitpunkt ist es dennoch unmöglich zu garantieren, dass die gestohlenen Daten oder ein Teil davon nicht im Darknet oder im Internet auffindbar sein werden», schreibt die Heimleitung.

Die Einrichtung hat die Hilfe einer spezialisierten Firma in Anspruch genommen, um den Schaden des Angriffs zu bestimmen und die Sicherheit ihres Informatiksystems zu verbessern. Sie erstattete zudem Anzeige gegen Unbekannt.

Wiederholte Angriffe in der Romandie

Kürzlich hatte ein anderer Cyberangriff in der Romandie für Aufsehen gesorgt. Betroffen war die Gemeindeverwaltung von Rolle VD. Nach der Attacke der Hacker landete eine grosse Menge an teils sensiblen Daten von rund 5500 Einwohnern von Rolle wie Name, Adresse, Geburtsdatum und AHV-Nummer im Darknet.

Auch die Internetseite der Genfersee-Schifffahrtsgesellschaft CGN wurde von Hacker*innen angegriffen. Bei der Attacke auf das Ticketverkauf-System gelang es den Täter*innen, die Bankdaten einiger Kund*innen zu stehlen.


SDA/dj