Trump will an TikTok-Deal mitverdienen

dj

4.8.2020 - 11:02

Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf von TikTok soll in die US-Staatskasse fliessen, will Trump.
Getty Images

Trump will Provision für einen allfälligen Deal zwischen Microsoft und ByteDance kassieren, Google stellt das Budget-Handy Pixel 4a vor und Twitter erwartet eine hohe Busse. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

US-Präsident Donald Trump will eine Provision für die Staatskasse bei einem allfälligen Deal zwischen Microsoft und ByteDance für die Video-App TikTok, sagte er im Weissen Haus. Ein «substanzieller Anteil» des Verkaufspreises solle an das US-Finanzministerium gehen, weil seine Regierung den Deal erst möglich gemacht habe. Trump verglich das mit dem in den USA üblichen «Schlüsselgeld», das Vermietern nach Abschluss eines Mietvertrags von den Mietern bezahlt wird.

Es ist nicht ersichtlich, auf welcher Rechtsgrundlage Trump diese Forderung erhebt. Es ist sicherlich nicht üblich, dass Rechtsstaaten Provisionen bei Deals zwischen Privatunternehmen kassieren, von allfällig anfallenden Steuern mal abgesehen. Beobachter bezeichneten Trumps Verhalten daher als an Erpressung grenzend.

ByteDance-Chef spricht Mitarbeitern Mut zu

Derweil hat sich ByteDance-Chef Zhang Yiming in einem Brief an seine Mitarbeiter gewandt. Darin schreibt er, dass er mit der Entscheidung des Committee on Foreign Investment in the United States zum verpflichtenden Verkauf von TikTok in den USA nicht einverstanden sei, sie aber in der gegenwärtigen «Makro-Umgebung» verstehe. Er glaube an den langfristigen Erfolg von TikTok und sagt, es gebe noch «viel mehr zu erreichen».



Budget-Smartphone Pixel 4a vorgestellt

Google hat mit einiger Verzögerung sein neuestes Budget-Smartphone Pixel 4a vorgestellt. Das Gerät für 350 Euro soll ab Oktober erhältlich sein. Es hat ein 5,8 Zoll grosses OLED-Display, eine 12-Megapixel-Kamera und 128 GByte Speicherplatz. In der Schweiz wird das Gerät allerdings nicht offiziell zu kaufen sein.

Twitter erwartet 250 Millionen Busse

Twitter droht eine Busse in Höhe von bis zu 250 Millionen Dollar, wie das Unternehmen in einer Börsenmitteilung sagte. Grund ist eine Untersuchung der US-Handelsbehörde FTC, weil Twitter widerrechtlich zur Anmeldung per Zwei-Faktor-Authentisierung gesammelte Telefonnummern auch zu Werbezwecken verwendete. Twitter sagte 2019, dies sei «unabsichtlich» geschehen.  

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