Ubisoft hört auf seine Spieler: Keine Zensur von «Rainbow Six Siege»

Martin Abgottspon

22.11.2018

«Rainbow Six Siege»-Spieler müssen sich doch nicht auf grundlegende kosmetische Änderungen im Spiel einstellen.
Bild: Getty Images

Für den chinesischen Verkaufsstart wollte Ubisoft «Rainbow Six Siege» massiv entschärfen. Jetzt aber gibt man den Protesten der treuen Fans nach.

Messer-Symbole sollten durch Fäuste ersetzt werden, Totenköpfe durch Oberkörper. Um den Jugendschutzforderungen des chinesischen Markts gerecht zu werden, plante Ubisoft gleich mehrere entschärfende Massnahmen ihres Titels «Rainbow Six Siege». 

Auch Bluteffekte, Spielautomaten und nackte Frauen wollte der Entwickler aus dem Spiel entfernen, um beim geplanten Release in China keinen Ärger zu bekommen. Die westliche Community reagierte auf die Änderungen äusserst negativ und verschaffte sich damit Gehör.

In einem neuen Blogeintrag gibt das Entwickler-Team jetzt bekannt, man werde alle Änderungen rückgängig machen. Dafür müssen die Spieler aber möglicherweise einen etwas späteren Release des Patches «Operation Wind Bastion» hinnehmen. «Wir werden die Änderungen mit dem Launch von 'Wind Bastion' zurücknehmen, so dass kein Spieler davon betroffen sein wird – bitten aber um eure Geduld, falls doch noch einige Elemente vorübergehend bestehen bleiben», schreibt Ubisoft in seiner Mitteilung.

Das Unternehmen hat erkannt, wie wichtig den Spielern die Erfahrung ohne zensurierte Inhalte ist. Gleichzeitig ist der Clinch mit dem chinesischen Markt dadurch aber noch nicht vom Tisch. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die China-Version – wie schon ursprünglich geplant – sowieso einen eigenen Client bekommt, wo die Zensur nach wie vor greift.

Ähnlich wird Ubisoft auch bei zukünftigen Patches und Content-Erweiterungen vorgehen. Neue Karten werden erst für den westlichen Markt entworfen und anschliessend für China entschärft. 

So sollten die geplanten kosmetischen Änderungen bei «Rainbow Six Siege» aussehen.
Bild: PD
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