«Wie Google Piraterie bekämpft»

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9.11.2018

Google hat sich den Kampf gegen Piraterie auf die Fahnen geschrieben.
Bild: AP

Der Suchmaschinist steht seit jeher wegen Treffern zu urheberrechsverletzenden Inhalten, YouTube eingeschlossen, am Pranger. Welche Anstrengungen das Unternehmen dagegen unternimmt, zeigt sein jüngster Bericht. 

Google hat 2017 rund drei Milliarden US-Dollar an Rechteinhaber ausgeschüttet, die Inhalte auf YouTube hochgeladen haben. Die Musikindustrie erhielt von Oktober 2017 bis September 2018 zusätzlich mehr als 1,8 Milliarden Dollar, wie Cédric Manara, Head of Copyright, Google EMEA, im Unternehmensblog zum diesjährigen Bericht «Wie Google Piraterie bekämpft» schreibt.

Demnach hat Google mittlerweile drei Milliarden URL wegen Verletzung von Urheberrechten aus der Suche entfernt. 2017 wurden zehn Millionen Anzeigen abgelehnt, da «der Verdacht bestand, dass sie Urheberrechte verletzen oder auf Seiten, die Urheberrechte verletzen, verlinkt haben.»

Videos, die auf YouTube hochgeladen werden, prüft Content ID, ein Rechtemanagement-Tool. Dieses wird mittlerweile von über 9000 Personen und Unternehmen genutzt. Nach Googles Angaben hat die Entwicklung der Software bisher 100 Millionen Dollar gekostet. 

Wie Manara ausführt, ist es nach Googles Ansicht am wirksamsten, den Urheberrechtsverletzern die Einnahmen zu nehmen: «Die überwiegende Mehrheit der Webseiten, die sich der Online-Piraterie widmen, tun dies, um Geld zu verdienen. Eine Möglichkeit, sie zu bekämpfen, ist deshalb, sie von ihren Geldquellen abzuschneiden. So verhindern wir, dass Akteure, die Urheberrechtsverletzungen begehen, unsere Anzeigen und Monetarisierungssysteme nutzen und wir setzen dies konsequent durch.»

Warum unternimmt Google diese Anstrengungen? Noch immer führt mancher Suchtreffer auf urheberrechtsverletzende Seiten und YouTube ist als Plattform für geschützte Inhalte, an denen die Uploader keine Rechte hatte, zum Beispiel Ausschnitte aus TV-Sendungen, gross und bekannt geworden. 

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