YouTube gibt Nutzern mehr Kontrolle über Empfehlungen

dj

27.6.2019

Nutzer können nun bestimmen, keine Empfehlungen für einen bestimmten YouTube-Kanal mehr zu bekommen
Google

YouTube überarbeitet seine umstrittenen Empfehlungen minimal, ein führender Chip-Designer wechselt zu Apple und eine amerikanische Kleinstadt zahlt Ransomware-Lösegeld. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

YouTube-Nutzer können nun entscheiden, dass sie Videos eines bestimmten Kanal nicht mehr vom Algorithmus des Videodienst empfohlen bekommen. Ausserdem zeigt YouTube nun an, warum ein bestimmtes Video empfohlen wurde. Die neuen Funktionen sind zuerst in den mobilen Apps verfügbar und sollen in naher Zukunft auch auf der Desktop-Website aktiviert werden.

Mit den Änderungen wird aber nicht das Grundproblem der YouTube-Empfehlungen gelöst, nämlich dass der Algorithmus Nutzer unter Umständen zu immer extremistischeren Inhalten führt. Deswegen geriet Mutter Google in letzten Monaten massiv in die Kritik. Trotzdem weigert sich das Unternehmen weiterhin, diese offenbar lukrative Praxis aufzugeben.

Wieder Protest von Google-Mitarbeitern

LGBT-Mitarbeiter von Google haben die San Francisco Pride Parade aufgefordert, das Unternehmen von der diesjährigen Parade auszuschliessen. Als Grund geben sie an, dass YouTube auf seiner Seite homophobe Inhalte toleriert. Die Organisatoren der Parade lehnten allerdings ab, Google die Teilnahme zu versagen, berichtet «Bloomberg».

Patientenklage gegen Google

Das University of Chicago Medical Center soll unerlaubt vertrauliche Patiendaten an Google weitergegeben haben. Deswegen wurde beide nun verklagt, wie die «New York Times» berichtet. US-Gesetze erlauben es Spitälern, anonymisierte Patiendaten zu Forschungszwecken weiterzugeben. Die Daten aus Chicago enthielten allerdings Informationen, aus denen Google die Identität einzelner Patienten bestimmen konnte, so die Klage.

Zuckerberg kritisiert US-Regierung

Laut Facebook-CEO Mark Zuckerberg hat die US-Regierung nicht entschieden genug auf die russische Einflussnahme bei der Präsidentschaftswahl 2016 reagiert — eine Einflussnahme, die zu grossen Teilen auf Zuckerbergs Plattformen stattfand. Die schwache Reaktion habe nun auch andere Staaten — etwa den Iran — dazu motiviert, ebenfalls Einflusskampagnen zu starten, so Zuckerberg laut cnbc.com

Mehr Werbung bei Instagram

Auf dem Explore-Reiter von Instagram wird nun Werbung angezeigt. Dort sollen Nutzer eigentlich neue Inhalte entdecken. Laut Instagram-Managerin Susan Buckner Rose seien Nutzer dort allerdings auch besonders empfänglich für Werbung, berichtet theverge.com.

Chef-Chipentwickler von ARM wechselt zu Apple

Mike Filippo, ehemals der Chef der CPU-Entwicklung bei ARM, wechselt zu Apple, berichtet macrumors.com Chips mit ARM-Design sind in fast allen modernen Smartphones verbaut, inklusive aller iPhones. Apple plant Gerüchten zufolge, mittelfristig auch seine Macs mit ARM-Chips auszustatten — hier könnte Filippo sicherlich hilfreich sein.

Konsolen-Macher vereint gegen Zölle

Microsoft, Sony und Nintendo — die gemeinsam den weltweiten Spielkonsolen-Markt dominieren — haben einen Brief an den US-Handelsbeauftragten geschrieben. Darin warnen sie, dass die von der Trump-Regierung geplanten Strafzölle auf chinesischen Produkte US-Konsumenten 840 Millionen Dollar kosten würde. Der Preis für Spielkonsolen würde um 25 Prozent steigern, ausserdem seien Tausende Arbeitsplätze bei amerikanischen Spieleentwicklern gefährdet.

Trump-Forum unter Quarantäne

Reddit hat das beliebte Unterforum «The_Donald» unter «Quarantäne» gestellt, so thedailybeast.com. Das bedeutet, dass Nutzer zunächst einen Warnhinweis bestätigten müssen, um das Forum zu besuchen. Grund sei, dass es dort Aufrufe zur Gewalt gegen Polizei und Politiker gegeben habe. Auf «The_Donald» tummeln sich rund 750’000 Fans des US-Präsidenten.

Stadt zahlt Ransomware-Lösegeld

Der Gemeinderat von Lake City, eine Kleinstadt im US-Bundesstaat Florida, hat beschlossen, ein Lösegeld von 42 Bitcoin (derzeit rund 500’000 Franken) zu zahlen, wie zdnet.com meldet. Damit sollte die Stadt wieder Zugang zu Daten bekommen, die von einer Ransomware verschlüsselt wurden. Die Erpresser haben daraufhin tatsächlich die nötigen Informationen zur Entschlüsselung übermittelt — worauf man sich aber natürlich nicht verlassen kann.

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