Zwei Pro-Gamer schaffen es auf die Forbes-Liste

Martin Abgottspon

15.11.2018

eSports-Fans füllen inzwischen riesige Stadions.
Bild: Riot Games

«Forbes» hat sich auf die Suche nach den 30 einflussreichsten Personen unter 30 gemacht. Darunter finden sich auch zwei eSportler. Der eine dürfte vielen bekannt sein, doch wer ist der Zweite?

«30 under 30» nennt sich die Liste von «Forbes», welche die Stars der Jugendlichen etwas genauer unter die Lupe nimmt. Leser über 30 haben da teilweise schon Mühe, nur einen Bruchteil der Namen richtig zuordnen zu können. Doch auf die älteren Semester sind diese Stars auch nicht angewiesen. Sie haben jetzt schon Millionen von Fans auf ihren Social-Media-Profilen und verdienen jährlich gute siebenstellige Beträge.

Die Liste lässt erkennen, dass eSports bei den Jungen längst zu einem Massenphänomen geworden ist. Erstmals schaffen es dieses Jahr gleich zwei Pro-Gamer in die Liste. Fortnite-Spieler Tyler «Ninja» Blevins belegt sogar Rang 5. Grund dafür sind nicht nur seine immensen Zuschauerzahlen während seinen Streams, sondern auch seinen Einfluss auf andere Promis. So zockte «Ninja» dieses Jahr beispielsweise mit dem Rapper Drake und schaffte es in die TV-Show von Ellen DeGeneres.

Natürlich konzentriert sich die Liste sehr stark auf die USA. Daher erstaunt es auch wenig, dass zahlreiche amerikanische Sportler und Musiker unter den Top 30 zu finden sind, während etwa Fussballer wie Neymar es nicht ins Ranking schaffen. Die Nummer 1 belegt übrigens der Rapper 21 Savage. Das Ranking wurde gemäss «Forbes» aber auch stark durch die zugrunde liegende Prämisse «Turning fame into a force for change» beeinflusst.

Der zweite eSportler in der Liste ist der League-of-Legends-Profi «Doublelift». Er hat diesen Sommer seinen ersten MVP-Award gewonnen und zählt in der Szene mittlerweile zu den bedeutendsten Spielern. Dass Gamer wie «Doublelift» oder «Ninja» auf dem Vormarsch sind, hat auch damit zu tun, dass sie nicht nur während ihren Spielen für ein bis zwei Stunden im Scheinwerferlicht stehen, sondern wesentlich längere Interaktionszeiten mit ihren Fans haben.

Entertainment steht an oberster Stelle. Insbesondere in den USA. Das Beispiel von «Doublelift» veranschaulicht das ziemlich gut. Vor zwei Jahren war er sportlich gesehen zwar noch wesentlich erfolgreicher. Mit TSM gewann der ADC damals die nordamerikanische LCS, hatte auf seinem Youtube-Kanal aber noch kaum Videoinhalte. Das Team half ihm in der Folge bei seiner Selbstvermarktung, die nun zwei Jahre später in diesem Popularitäts-Boost mündet.

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