Aladdin, Guy Ritchie und Will Smith – die heilige Dreieinigkeit?

Fabian Tschamper

23.5.2019 - 12:11

Die für den Disney-Klassiker «Aladdin» engagierten Beteiligten scheinen wie zusammengewürfelt. Stellt sich einmal mehr die sprichwörtliche Frage: Verderben die vielen Köche den Brei?

Der gutherzige Dieb, Madonnas Ex-Mann und der Prinz von Bel-Air in ein und demselben Projekt: Hätte man vor einigen Jahren behauptet, dass Will Smith einmal den blauen Dschinni im «Aladdin»-Remake spielen würde und der legendäre «Snatch»-Regisseur Guy Ritchie hinter der Kamera stehe, dann hätten sich die Leute wohl gekringelt vor Lachen.

Nun ist diese scheinbar so abwegige Zusammensetzung Realität geworden. Doch wie abwegig ist sie wirklich? «Aladdin» ist einer der beliebtesten Disney-Filme, Regisseur Guy Ritchie geniesst unter den Filmaffinen Kultstatus, und so viel jugendlichen Charme wie Will Smith hat kaum ein anderer. Zumindest auf dem Papier tönt also dann doch alles nach guter Wahl.



Verschweigen lässt sich allerdings nicht, dass der Erfolg von Ritchie und Smith in den vergangenen Jahren auf der Strecke geblieben ist. Der britische Filmregisseur hat zuletzt mittelmässige Sherlock Holmes-Streifen gedreht, und Will Smith hatte seit seinem Film «Seven Pounds» aus dem Jahr 2008 keinen wirklichen Leinwanderfolg mehr gehabt – neun Filme ist das her.

Doch weil auch die Veröffentlichung des Zeichentrick-«Aladdins» vor 17 langen Jahren gewesen ist, scheint der Zeitpunkt für alle, den Staub abzuschütteln und auf den Putz zu hauen, geradezu ideal. Aladdins neues Gesicht, Guy Ritchies Vision und der Charme von Will Smith – schlussendlich sollten nicht nur Disney-Fans auf ihre Kosten kommen und die Magie spüren.

«Aladdin» läuft derzeit in unseren Kinos.

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