Lebt James Bond nur noch einmal?

8.1.2019 - 11:12, dpa

Daniel Craig plant, mal eine andere Rolle als James Bond zu spielen. (Archivbild)
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Sind nach sieben Jahre Ehe Eltern ihres ersten gemeinsamen Kindes geworden: Die Schauspieler Rachel Weisz (48) und Daniel Craig (50).
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All the best, Mr. Bond: Daniel Craig wurde am 2. März 2018 50 Jahre alt.
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Craig in seiner Paraderolle als James Bond. Hier mit Film Partnerin Eva Green 2006 im Film «Casino Royale».
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Daniel Craig (mit «Bond»-Produzentin Barbara Broccoli, Mitte und Schauspielerin Annette Bening) findet, dass er sich als Bond-Darsteller zu viele Gedanken um sein Äusseres machen muss.
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Dieser Mann soll James Bond werden? Das Presse-Echo war 2005  vor allem in Grossbritannien verheerend, als bekannt wurde, dass Daniel Craig die Rolle als 007 übernimmt.
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Sieben Jahre klang war Daniel Craig mit der deutschen Schauspielerin Heike  Makatsch liiert. 
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Craig und Makatsch drehten 1997 zusammen den Film «Obsession». Ihre Beziehung endete 2001.
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Mit der Produzentin Satsuki Mitchell war Daniel Craig von 2005 bis 2010 zusammen und sogar verlobt.
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Geheiratet hat Craig aber 2011 die Oscar-Presiträgerin Rachel Weisz. Die beiden waren zuvor lange Jahre befreundet gewesen.
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Bekannt geworden war Daniel Craig  (Bild mit Festivaldirektor Geoffrey Gilmore) 2005 mit dem Thriller «Layer Cake», den er in Sundance vorstellte.
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Bei der Premiere seines ersten Bond-Abenteuers «Casino Royale» durfte Daneil Craig 2006 Queen Elizabeth II. die Hand schütteln. 
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2007 war Daniel Craig mit dem Film «Der goldene Kompass» zum Filmfestival Cannes eingeladen.
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In Locarno stellte Daniel Craig 2011 den Science Fiction-Wester «Cowboys und Aliens» vor.
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Zusammen mit Rooney Mara spielte Daniel Craig im US-Remake der Stieg-Larsson-Verfilmung «The Girl With The Dragon Tattoo», die in der Schweiz unter dem Titel «Verblendung» in den Kinos lief.
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Für die Vereinten Nationen ist Daniel Craig, hier in Zypern, als Botschafter gegen Landminen untgerwegs.
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Mit der Presse hat es Daniel Craig nicht immer so leicht. 
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Mit seinen Fans umso mehr: Geduldig posiert der berühmte Mime immer wieder für Selfies.
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Nur noch einmal will Daniel Craig (rechts) James Bond spielen. Darüber ist nicht nur Christoph Waltz, der im letzten Film «Spectre» Bonds Widersacher Blofeld spielte, traurig.
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Zwischen den 007-Abenteuern nimmt sichDaniel Craig immer mal Zeit für Filme, in denen er experimentelle Frisuren zur Schau trägt: etwa «Lucky Logan».
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Als glühender Fan des FC Liverpool geht Daniel Craig so oft es ihm möglich ist an die Anfield Road.
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James-Bond-Fans müssen sich noch eine Weile gedulden. Nach dem Chaos um den Regisseur wurde der Starttermin des nächsten Films verschoben. «Bond 25» soll im Februar 2020 ins Kino kommen. Drehbeginn ist im März. Wird 007 das nächste Abenteuer überleben?

Seit 1962 können sich Kinogänger darauf verlassen: James Bond kehrt zurück. Der ikonische Satz war im Abspann seines Leinwanddebüts «James Bond 007 jagt Dr. No» erstmals zu lesen – und seitdem in jedem offiziellen Bondfilm, zuletzt im Jahr 2015 in «Spectre». Nach einigen Hindernissen und mit etwas Verspätung sollen Anfang März endlich die Dreharbeiten für sein 25. Abenteuer beginnen. Es wird voraussichtlich Daniel Craigs letzter Einsatz als Geheimagent. Gut möglich, dass er sogar den Filmtod stirbt.

Direkte Fortsetzung von «Spectre»

In der Schlussszene von «Spectre» war Bond mit einem verschmitzten Lächeln im Aston Martin DB5 davongefahren. Auf dem Beifahrersitz sass Dr. Madeleine Swann, die Tochter seines alten Widersachers Mr. White. Der Agent hatte sie vor den Killern des bösen Blofeld (Christoph Waltz) beschützt. Dann entwickelte sich zwischen Bond und Swann eine Romanze, die über die bei 007 üblichen Bettgeschichten hinausging. Die französische Schauspielerin Léa Seydoux soll Swann auch im kommenden Film spielen. Das bestätigte Regisseur Cary Fukunaga dem Szenekenner Baz Bamigboye von der «Daily Mail» in dessen Online-Kolumne vom Dezember.

Es ist erst das zweite Mal, dass ein «Bondgirl», wie Bonds weibliche Bekanntschaften seit jeher genannt werden, in derselben Rolle zurückkehrt. Bisher war die 2018 gestorbene Britin Eunice Gayson als Sylvia Trench in «James Bond 007 jagt Dr. No» und in «Liebesgrüsse aus Moskau» (1963) in einer kleinen Nebenrolle die einzige. Craig soll Seydoux angeblich persönlich um ein Comeback gebeten haben. «Bond 25» wird wohl eine direkte Fortsetzung von «Spectre» sein. Ob auch Blofeld vorkommt und Waltz die Rolle erneut übernimmt, ist offen.

Erstmals ein Amerikaner als Regisseur bei Bond-Film

Craig, der am 2. März seinen 51. Geburtstag feiert, hat wohl ein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen. Medienberichten zufolge soll der Hauptdarsteller mitverantwortlich dafür sein, dass Danny Boyle («Trainspotting») nach Meinungsverschiedenheiten im August als Regisseur vom Projekt absprang. Einen derartigen Eklat hatte es in der langjährigen Geschichte der James-Bond-Filme noch nie gegeben.

Immerhin fand das Produzentenduo Barbara Broccoli und Michael G. Wilson in Cary Joji Fukunaga schnell einen hochkarätigen Nachfolger für Boyle. Auch das ein Novum, denn der 41-Jährige, der unter anderem mit der TV-Serie «True Detective» und dem Drama «Sin Nombre» die Kritiker verzückte, sitzt als erster US-Amerikaner bei 007 auf dem Regiestuhl. «Es wird die Dinge geben, die man im Bond-Universum erwartet», versprach er im «Inquirer», «zu viel kann ich aber nicht verraten.»

«Warum sollte ich die Besten nicht wieder dabei haben wollen?»

Fukunaga deutete die Rückkehr einiger alter Bekannter aus dem Geheimdienst an – Ralph Fiennes als Boss M, Naomie Harris als Moneypenny und Ben Whishaw als Waffenmeister Q. «Wir haben hier einige der besten Schauspieler der Welt», wurde Fukunaga zitiert. «Warum sollte ich die Besten nicht wieder dabei haben wollen?»

Eine offizielle Bestätigung gab es bisher nicht. Harris verriet aber kurz vor Weihnachten auf Instagram, dass sie in «Bond 25» mitspielt. Whishaw, der gerade einen Golden Globe für seine Rolle in der TV-Serie «A Very English Scandal» bekam, äusserte sich auf die Frage, ob er wieder dabei sein wird, noch vorsichtig. «Das hat man mir gesagt», sagte er in der «Graham Norton Show», «aber es ist so geheimnisvoll und seltsam, dass ich es euch nicht sagen kann.»

Stirbt James Bond im 25. Teil?

Ein Geheimnis bleibt vorerst auch der Hintergrund des angeblichen Streits zwischen Craig und Boyle, der nicht nur zum Abschied des Regisseurs, sondern auch des Drehbuchautors John Hodge führte. In der offiziellen Mitteilung war nur von «kreativen Differenzen» die Rede. In britischen Medien wurde anfangs über einen Streit bei der Auswahl des Bösewichts spekuliert. Dann berichtete das Boulevardblatt «The Sun», Boyle habe sich geweigert, James Bond in seinem 25. Kinofilm sterben zu lassen. «The Independent» schrieb das genaue Gegenteil.

Ob Fukunaga den Tod des Agenten inszeniert? Es wäre ein spektakulärer Abschluss für die Ära Craig, die in «Casino Royale» (2006) damit begann, dass sich Bond seine Lizenz zum Töten erst verdienen musste.

Neue Spekulationen um Bond-Nachfolge

Über mögliche 007-Nachfolger wird schon seit Jahren spekuliert. Der immer wieder genannte Idris Elba («Luther») wird es definitiv nicht, vermutlich auch nicht Tom Hiddleston («Avengers»). Eine Frau als James beziehungsweise Jane Bond gilt als ausgeschlossen. Neuerdings werden «Game of Thrones»-Star Richard Madden Chancen eingeräumt. Grund dafür ist seine mit einem Golden Globe prämierte Rolle in der Serie «Bodyguard». Darin schlägt er sich wie 007 im Smoking durch diverse Actionszenen.

Eine Entscheidung wird wohl erst in ein paar Jahren fallen. Und wer weiss, vielleicht macht es Craig dann doch noch mal. «Ich denke, das war es dann», hatte er im August 2017 zwar gesagt, als er in der «The Late Show» von US-Moderator Stephen Colbert verkündete, er werde im Jubiläumsbond noch einmal die Hauptrolle spielen. Aber eindeutig auf seinen Abschied festgelegt hat sich der 50-Jährige bisher nicht.

Vorerst können sich die Fans nur auf eins verlassen: Wenn der nächste Film im Februar 2020 ins Kino kommt, wird am Ende wieder der berühmte Satz auf der Leinwand erscheinen: James Bond kehrt zurück.

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