«Zwingli»-Premiere in Zürich: «Heute würde man sagen, er war ein urbaner Typ»

10.1.2019 - 11:08, grs

Von wegen lustfeindlich: Regisseur Stefan Haupt zeichnet in seinem Historiendrama «Zwingli» ein etwas anderes Bild des grossen Zürcher Reformators. Am Mittwochabend feierte der Film Premiere.

Im Beisein der Darsteller präsentierte Stefan Haupt im Zürcher Kino Corso sein neuestes Kinowerk, die Verfilmung des Lebens von Huldyrich Zwingli. «Heute würde man sagen, er war ein urbaner Typ», sagt Haupt über den Zürcher Reformator, der lebenslustiger war, als manch einer denkt. Was im Film auch thematisiert wird.

Max Simonischek, der den Gottesmann spielt, verriet während des Anlasses, dass er in seiner Rolle einigen Spielraum für Fantasie und Vorstellungskraft hatte. «Weil es keine Zeitzeugen und auch kein Bewegtbild aus dieser Zeit gibt», so der Mime.



Die Liebe kommt nicht zu kurz

«Zwingli» ist aber nicht nur ein Historiendrama, sondern auch ein Liebesfilm. So beleuchtet er die Beziehung, die Zwingli zur jungen Witwe Anna Reinhart (gespielt von Sarah Sophia Meyer) unterhielt. Die dreifache Mutter war fasziniert vom revolutionären jungen Mann, der 1519 im Zürcher Grossmünster predigte – und von der Art, wie er Nächstenliebe lebte. Zwinglis Ansichten lösten jedoch Machtkämpfe und fast einen Bürgerkrieg aus, was die Beziehung auf eine harte Probe stellte.

Wer mehr wissen möchte: «Zwingli» von Stefan Haupt mit Max Simonischek, Anatole Taubman und Sarah Sophia Meyer läuft ab Donnerstag, 17. Januar, in unseren Kinos.

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